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Warum wird die Straße am „Alten Markt“ saniert? PDF Drucken E-Mail

Aufgrund einer Vielzahl von Nachfragen und unzutreffender Mutmaßungen wird die
folgende Bürgerinformation veröffentlicht:
Die befahrbare Oberfläche der Straße „Am alten Markt“ (Ecke Nassauische
Sparkasse bis Ecke Amts-Apotheke) bedarf einer dringenden Nachbesserung.

Aufgrund eines vorliegenden Gutachtens und verschiedener Gespräche mit
Baufachleuten ergeben sich drei Varianten:

1.Ausbau in gebundener Bauweise (feste Verlegung des Pflasters in einen
betonartigen Untergrund),
2.Ausbau mit neuen dickeren Steinen und
3.Asphaltierung des Bereichs der Fahrbahnfläche.

Nach Aussage des Gutachters sind  sowohl die Varianten 1 und 2 aufgrund der
hohen Verkehrsbelastung nicht ratsam. Sowohl die gebundene Bauweise als auch die
Bauweise mit dickeren Pflastersteinen sind für eine langfristige Lösung aufgrund
der hohen Verkehrsbelastung ungeeignet. Daher erscheint die Asphaltierung der
genannten Fläche als einzig sinnvolle Möglichkeit, um eine langfristige Lösung
herbeizuführen.

Anzumerken ist, dass aufgrund der zwei vorhandenen 90°-Kurven enorme
Radiationskräfte entstehen und somit das Pflaster immer wieder losgerüttelt
wird. Auch im Haltebereich vor der Kreuzung Adolfstraße entstehen durch die
Anfahrbewegung der Fahrzeuge immer wieder enorme Kräfte, die aufgrund ihrer
Häufigkeit ein Losrütteln der Pflastersteine verursachen.

Laut Gutachter würden die Ausbauvarianten 1 und 2 voraussichtlich eine
Lebensdauer von nur 10 Jahren haben. Mit der bauausführenden Fa. Eurovia wurde
ein Vergleich geschlossen, da sich die Firma selbst  verschiedene Senkungen im
Schachtbereich aber auch im Straßenkörper anrechnen lassen muss. Bei den
Vergleichsverhandlungen wurde erreicht, dass mehr als die Hälfte der
entstehenden Kosten im Rahmen der Gewährleistung übernommen werden.

Die städtischen Gremien haben sich intensiv mit dieser Angelegenheit befasst.
Natürlich ist es ärgerlich, dass gerade im neuen Straßenkörper schon solche
Baumängel nach nur fünf Jahren entstehen. Nach der Auffassung der städtischen
Gremien ist die Stadt hier bei den Planungen falsch beraten worden. Daher
erschien es zunächst sinnvoll, den Planer haftbar zu machen. Nach rechtlicher
Würdigung wurde jedoch davon abgeraten, da die Chancen, den Rechtsstreit zu
gewinnen, leider sehr gering sind. Vor dem Hintergrund, nicht noch höhere
Prozesskosten zu produzieren, wurde daher von einer Klage abgesehen.

Mit der nun gewählten Asphaltierung ist eine langfristige Lösung gefunden. Der
Belag selbst wird mit einem Aufheller versehen, so dass nach einer gewissen Zeit
ein hellerer Teerbelag erscheint. Die vorhandenen Pflastersteine werden in den
Fußweg, der über den Westerburger Spielplatz führt, eingebaut.

Unter den gegebenen Umständen wurde somit für die Stadt eine langfristige Lösung
herbeigeführt. Bei künftigen Planungen wird immer darauf zu achten sein, dass
auf viel befahrenen Straßen mit entsprechenden Kurven keine Pflastersteine mehr
einzubauen sind.


Ralf Seekatz
Stadtbürgermeister