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Sanierung der Westerburger Oberstadt PDF Drucken E-Mail
Der Bürgermeister informierte während der jüngsten Stadtratssitzung darüber, dass aus dem Zuschussprogramm „Historische Stadt“ der Stadt  300.000 Euro für das Jahr 2011 zur Verfügung gestellt werden. Vom Stadtrat erlassen wurden Förderrichtlinien für private Modernisierungs-
und Instandsetzungsmaßnahmen im Bereich des Sanierungsgebietes „Oberstadt
Westerburg“. Diese Richtlinien (samt Merkblatt) sind auch auf der Homepage
der Stadt einzusehen. Damit wurde festgelegt:

1.    Der Förderbetrag beläuft sich auf 20 Prozent der
berücksichtigungsfähigen Gesamtkosten (ohne Grundstücks- und
Gebäuderestwert) und beträgt maximal 25 000 Euro.

2.    Bei Gebäuden, die wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen oder
städtebaulichen Bedeutung erhalten bleiben sollen, wird der
Kostenerstattungsbeitrag um 10 Prozent der berücksichtigungsfähigen
Gesamtkosten erhöht.

Die Vergabe von Zuschüssen erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs der
Anträge sowie im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel.
Stadtbürgermeister Ralf Seekatz appellierte an alle Hauseigentümer im
Sanierungsgebiet, sich vor dem Beginn einer geplanten entsprechenden
Baumaßnahme mit der Verwaltung in Verbindung zu setzen („Ein Versuch ist es
wert!“) Er unterstrich, dass die Stadt nun die Möglichkeit habe, den
Hauseigentümern zu helfen und zugleich dem Leerstand in der Oberstadt
entgegen zu wirken.

Für diese Maßnahmen stehen in 2011 rund 100.000 Euro zur Verfügung.

Zur Antragsstellung und bei Fragen können sich die Bürger an die VG-Verwaltung Herrn Dirk Trompeter Tel. 291-470 wenden.


Einstimmig, ohne weitere Diskussion, fasste der Rat folgende Beschlüsse:


- Er übertrug Ermächtigungen in das Haushaltsjahr 2011;

- Der Rat stimmte dem Forstwirtschaftsplan 2011 zu, der von Revierförster
Thomas Schwerhoff erläutert wurde und voraussichtlich mit einem Minus von
rund 10 000 Euro  schließen wird;

- Im Bereich des ehemaligen Kaufhauses Schwinn werden die städtebaulichen
Ziele der Innenstadtsanierung angepasst. Ziel ist, den zentralen
Versorgungsbereich der Innenstadt weiterzuentwickeln und im Umfeld des
Grundstücks Schwinn Einzelhandelsbetriebe (mit innenstadtrelevanten
Sortimenten) anzusiedeln. Dieser Beschluss dient der Vorbereitung des
beabsichtigten Abrisses des ehemaligen Kaufhauses und der folgenden
gewerblichen Nutzung der Fläche.

- Der Bebauungsplan „Tiergartenstraße“ wurde geändert und erweitert.
Hintergrund ist, dass eine Projektentwicklungsgesellschaft beabsichtigt,
einen Verbrauchermarkt mit Fachmarkt zu errichten.

- Als rein formeller Akt wurde schließlich eine Gemeindefläche (Zufahrt zu
den Verbrauchermärkten Aldi und Rewe) dem öffentlichen Verkehr gewidmet.



Text: Angela Baumeier