Weitere Themen

Schüler aus Israel sind zu Besuch in Westerburg PDF Drucken E-Mail

thumb_Wbg._RealIsrael03.11Zur Zeit treffen in Westerburg drei Kulturkreise aufeinander. Grund dafür ist der Besuch von jüdischen und arabischen Schülern aus Israel, die gemeinsam mit Jugend-lichen der Realschule plus Westerburg an einer zweiwöchigen Jugendbegegnung teilnehmen.

Noch bis zum 16. April sind israelische Schüler anlässlich einer Jugendbegegnung zu Gast bei Schülern der Realschule plus in Westerburg. Die eine Hälfte der insgesamt 16 Jugendlichen im Alter von 15 Jahren besucht eine arabische Schule in Tamra (Tamra High School), die andere die jüdischen Schule (Eironi Gimel School) in Haifa.
Als besondere Begrüßung der Gäste hatte Stadtbürgermeister Ralf Seekatz gemeinsam mit seinen Beigeordneten die Schülergruppe samt Betreuer, Schulleitung, Lehrern und Eltern ins historische Burgmannenhaus zu einem feierlichen Empfang eingeladen. Seekatz erinnerte in seinen Ausführungen an den ehemaligen Schulleiter der Realschule, Stephan Unnold-Hummel, auf dessen Initiative das Projekt, welches er „der gelebte Friede“ nannte, ins Leben gerufen wurde. Umso mehr freue es ihn, dass auch die neue Realschule plus mit ihrer neuen Schulleiterin Bärbel Gilles die Jugendbegegnung fortführe. „Wir haben aus der Vergangenheit gelernt“, so der Stadtbürgermeister. Es sei überaus wichtig, sich gegenseitig besser kennenzulernen, sich zu respektieren und Freundschaften aufzubauen. Als Erinnerungsgeschenk überreichte er Anstecknadeln mit dem Stadtwappen sowie Bilder mit Stadtansicht.
Für die arabischen Schüler sagte deren Lehrer Rajeh Ayashe „danke für das schöne Willkommen in Deutschland“ und auch die Lehrerin der jüdischen Schule, Iris Zeleznik, brachte in ihrem Grußwort ihre Freude über das Treffen zum Ausdruck.
Finanziell unterstützt wird das Projekt durch die Robert-Bosch-Stiftung und die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V., die durch das Pfarrerehepaar Ivonne und Thorsten Heinrich vertreten wurde. „Westerburg freut sich auf Euch. Ihr habt Euch die schönste Jahreszeit ausgesucht“, so Pfarrer Heinrich.
Unter anderem werden die 9. Klässler mit ihren Gästen eine Fahrt nach Berlin unternehmen, wo verschiedene Gedenkstätten, das Museum für Einwanderung und Integration, eine Moschee und eine Synagoge besichtigt werden. Auch  ein Besuch im Bundestag ist vorgesehen. Überdies werden die israelischen und deutschen Schüler gemeinsam an Seminaren zu den Themen „Entstehung des Nahost-Konfliktes“ und „Kultur und Identität“ teilnehmen.
Ziel des Austausches ist die Förderung von Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Religionen, die Erweiterung des Weltbildes und die Relativierung des eigenen Selbstverständnisses.
Die Schüler wurden von ihren Lehrerinnen Christine Henrich, Beate Malinowsky und Carola Plate intensiv auf den Aufenthalt der jüdischen und arabischen Schüler in Westerburg vorbereitet und auch während der gemeinsamen Aktivitäten begleitet. Der Gegenbesuch in Israel ist für den kommenden Herbst geplant.
Hintergrund:
Ermöglicht und unterstützt wurde der Schüleraustausch dank der Mithilfe von Schülern, Gasteltern, Lehrern und den Mitarbeitern der Evangelischen Kirche. Finanziell gefördert wird die deutsch-jüdisch-arabische Jugendbegegnung von der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.(aej) im Auftrag von ConAct, dem Koordinierungszentrum für deutsch-israelischen Jugendaustausch. ConAct ist eine Einrichtung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit Unterstützung der Länder Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Das Projekt wurde auch von der Robert Bosch Stiftung gefördert, welche die Pflege der internationalen Beziehungen und der Völkerverständigung als wichtige Aufgabe betrachtet.

Wbg._RealIsrael03.11