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Gedenkstunde am Volkstrauertag PDF Drucken E-Mail

thumb_WbgVolkstrauertag01112011Kranzniederlegungen auf dem Friedhof in Westerburg

 

Die Erinnerung an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen stand im Mittelpunkt einer Gedenkstunde, die am Volkstrauertag auf dem Westerburger Friedhof stattfand.

 

Zu den Teilnehmern der Veranstaltung zählten neben verschiedenen politischen und kirchlichen Vertretern der Stadt Westerburg auch die Reservistenkameradschaft „Wäller Kaserne“ Westerburg und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Westerburg.

Die höchste Erkenntnis, zu der man gelangen kann, ist die Sehnsucht nach Frieden“ mit diesem Satz von Albert Schweitzer hieß Stadtbürgermeister Ralf Seekatz die Teilnehmer der Gedenkstunde willkommen. „Jeder von uns wird heute andere Bilder vor Augen haben“, so der Stadtbürgermeister, der an die zahlreichen Kriegstoten erinnerte und auch von den Soldaten sprach, die noch immer im Einsatz sind.Trauer lässt sich nicht verordnen. Trauer ist ein persönliches Gefühl. Jedoch gemeinsames Erinnern und Gedenken kann zum Ausdruck bringen, dass die unmittelbar Betroffenen nicht allein gelassen werden, dass wir uns als Gemeinschaft empfinden, die sich zur Friedfertigkeit bekennt. Bekennen wir uns dazu: Wider das Vergessen, Erinnern, für den Frieden einstehen!“, mit diesen Worten schloss Seekatz seine Ausführungen. Sein besonderer Dank galt Dieter Kanz, der als Beauftragter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. die Gedenkstunde organisiert hatte, sowie der Stadtkapelle Westerburg, dessen Jugendorchester und dem Jugendchor „Little Roses“ Westerburg, die für einen schönen musikalischen Rahmen sorgten.

WbgVolkstrauertag02112011In seiner Gedenkansprache stellte Pfarrer Ralf Hufsky fest, dass man in fünf Minuten nicht das zum Ausdruck bringen kann, was alles rund um dieses Thema zu sagen wäre. Wichtig sei, dass die Menschen miteinander reden.

Vor dem großen Denkmal nahm Dieter Kanz nun die Totenehrung vor. Während die Stadtkapelle Westerburg das Stück „Ich hatt' einen Kameraden“ zu Gehör brachte, fanden in einzelnen Abschnitten im Totengedenken Kranzniederlegungen statt. Sie sind ein wichtiger Teil der Gedenkstunde und haben große Symbolkraft. So wurden am Denkmal der Stadt Westerburg die Kränze der Stadt Westerburg, der Parteien und der Vereine und des Verbandes VdK niedergelegt. Auf die „Kriegsgräberstätte der Bombenopfer 1939/45“ kamen Kränze der Landesregierung und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Im Namen der Stadt Westerburg wurde durch die Mitglieder der Geschichtswerkstatt des Westerwald-Vereins Westerburg an der Gedenktafel der jüdischen Mitbürger ein Gesteck niedergelegt.

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