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Jüdischer Friedhof Westerburg instandgesetzt PDF Drucken E-Mail
thumb_Wbg.Judenfriedhof2Zu einem gemeinsam Termin auf dem jüdischen Friedhof in Westerburg (unterhalb des Schweitzer-Hofs) trafen sich dieser Tage die Vertreter der Stadt Westerburg mit den Vertretern der Jüdischen Gemeinde Koblenz und der im Bereich der Betreuung Jüdischer Friedhöfe in Rheinland-Pfalz landesweit eingebundenen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier. „Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Das Erscheinungsbild des Friedhofs ist nach den Instandsetzungsarbeiten wesentlich vorteilhafter“, äußerte sich Stadtbürgermeister Ralf Seekatz. Ebenso zufrieden äußerten sich auch der Vorsitzende der Jüdischen Kulturgemeinde Koblenz, Dr. Heinz Kahn, und ADD-Vertreter Raimund Schneider.

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Um die in die Jahre gekommene Gedenkstätte in eine verbesserte Gesamtsituation zu versetzen, wurde im letzten Jahr von den beteiligten Stellen festgelegt, den lückenhaften und kaputten Jägerzaun durch einen Flachstabzaun zu ersetzen.
Sowohl Seekatz als auch Dr. Kahn freuten sich, dass die Maßnahme mit einem Kostenvolumen von 13.500 Euro mit den durch die ADD zur Verfügung gestellten Mitteln für Instandsetzungs- und Pflegemaßnahmen auf jüdischen Friedhöfen für die Stadt kostenneutral bestritten werden konnte. „Wir Westerwälder sind bekannt für unsere pragmatischen Lösungen“, äußerte sich Seekatz im Hinblick auf die unkomplizierte und unbürokratische Abwicklung der Maßnahme und dankte Raimund Schneider von der ADD und Rolf Kiefer von der Verbandsgemeindeverwaltung Westerburg.
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Von links: Günter Jakobs (Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsoge), Stadtbürgermeister Ralf Seekatz MdL, Dr. Heinz Kahn, Vorsitzender der Jüdischen Kulturgemeinde Koblenz) Ulrich Zöpfel (Angestellter jüdischen Gemeinde), Rolf Kiefer (Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung Westerburg), Raimund Schneider (ADD Trier), Dieter Kanz (Beauftragter des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge) zeigten sich mit dem Erscheinungsbild des Judenfriedhofes in Westerburg sehr zufrieden.

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Raimund Schneider erklärte: „Die Bedeutung der Friedhöfe umfasst unter anderem die Bewahrung der Totenruhe und die Erhaltung als in die Landschaft eingefügte Gesamtheit. Dazu gehört neben der Erhaltung einer sicheren Einfriedung mit verschließbarem Tor, auch die Pflege der Zugangswege. Mit der Sorge für die verwaisten Friedhöfe soll das religiös festgelegte ewige Ruherecht bewahrt werden. Dies geht aus der entsprechenden, zuletzt im Jahr 2000 modifizierten Verwaltungsvorschrift hervor und ist Ausfluss aus der Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Jüdischen Kultusgemeinde Deutschland vom Juni 1957“.