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Staatsministerin Lemke zu Besuch im Wäller-Park PDF Drucken E-Mail
thumb_Wbg.Lemke2012.224,7 Millionen Euro werden in der ehemaligen Kaserne Westerburg investiert
Zu einem Informationsbesuch kam die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Bündnis 90/Die Grünen) dieser Tage in die ehemalige Kaserne nach Westerburg. Gemeinsam mit Stadtbürgermeister Ralf Seekatz, den Stadtbeigeordneten, den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates, den Beigeordneten der Verbandsgemeinde Westerburg sowie Vertretern der Gesellschaft für Stadtbau und Konversion (GSK) als Eigentümer besichtigte die Mainzer Politikerin den „Wäller-Park“. „Ich möchte mir hier einen Eindruck verschaffen und einfach nur zuhören, was noch zu machen ist und wo wir helfen können. Ich bin sehr gespannt“, unterstrich die Ministerin ihr Interesse.

Stadtbürgermeister Ralf Seekatz, Mitglied des Landtags, machte in seiner Begrüßungsrede deutlich, dass man vor Ort stolz sei, dass alle gewerblich nutzbaren Hallen mittlerweile veräußert werden konnten. „Dies ist der Verdienst unser Westerwälder Unternehmen“, so Seekatz. Mit einer Ausnahme stammen alle Investoren aus dem Westerwaldkreis. „Wir wissen, dass wir verkehrstechnisch nicht optimal angebunden sind und müssen daher auf unsere heimische Wirtschaftskraft setzen“, so der Stadtbürgermeister. Neben dem großen Hallenkomplex, einem Logistikzentrum der Firma Krekel (Guckheim) haben sich ein Event-Veranstalter, ein Elektriker, ein Motoreninstandsetzer, ein Großhändler für Sportartikel sowie kürzlich eine Stahl- und Betonbaufirma angesiedelt. Die letzte Panzerhalle wurde an das Unternehmen Sascha Rödig veräußert, der Betonfertigtreppen herstellt und auch im Stahlbau tätig ist. Ebenfalls wurde jüngst ein 3.000 Quadratmeter großes Grundstück an einen Unternehmer verkauft, der dort eine Kfz.-Werkstatt einrichten möchte.

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Während ihres Besuchs im Wäller-Park wurde Wirtschaftsministerin Evelinke Lemke (Mitte) mit reichlich Informationen rund um die verschiedenen Projekte versorgt.


Dies alles, sowie die Ansiedlung der Montessori-Schule sei bisher aus eigener Kraft und ohne Zuschüsse erfolgt, berichtete Seekatz. Dennoch müsse in naher Zukunft die zum Teil provisorische Wasser- und Stromversorgung grundlegend erneuert werden. Auch für den Bereich der Telekommunikation seien erhebliche Investitionen notwendig. „Daher sind wir auch auf Zuschüsse angewiesen“, hob Seekatz hervor. Wie zu erfahren war,  betragen die für die nächsten Jahre geplanten Investitionskosten für Abbruch, Erschließung, Planungen und so weiter, vorgerechnet rund 4,7 Millionen Euro. Das Land übernimmt rund 2 Millionen Euro.


Seitens der Eigentümer des Wäller-Parks gab Detlef Lilier von der Triwo AG eine kurze Vorstellung der Gesamtvermarktung. Aus der ehemaligen Panzerkaserne werde Mischgebiet mit Gewerbe sowie Schul- und Wohnbereich.
Seitens der Betreibergesellschaft GSK (Gesellschaft für Städtebau und Konversion) erläuterte Geschäftsführer Detlef Lilier das Gesamtvermarktungskonzept. Neben den geplanten Gewerbeflächen werde ein Sondergebiet "Schule" und eventuell ein Wohn-Mischgebiet ausgewiesen. Lilier hob die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und Kreisverwaltung hervor. Bisher sei alles schnell und unkompliziert abgewickelt worden, so Lilier.
Auch Manfred Krekel freute sich, die Grünen-Ministerin in seinen Räumlichkeiten begrüßen zu können und gab einen anschaulichen Einblick über die Geschichte des erfolgreichen Familienunternehmens, welches seit kurzem im Wäller-Park mit einem Logistikzentrum beheimatet ist und dort bereits einige Millionen Euro investierte. In Kürze werde an Ort und Stelle noch der Bau eines Bürogebäudes in die Tat umgesetzt.
Abschließend führten die Vertreter der Freien Montessori-Schule Westerwald die Staatsministerin durch ihre Räumlichkeiten und machten so der vierfachen Mutter das Konzept ihrer Bildungseinrichtung deutlich. Gleichzeitig nutzten sie die Gelegenheit, die geplanten An- und Umbaumaßnahmen sowie die umfangreichen Planunterlagen eines Neubaus zu präsentieren.
Wirtschaftsministerin Eveline Lemke zeigte sich von dem Konzept des Wäller-Parks beeindruckt und sagte ihre Unterstützung zu.