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Stadtverwaltung und Polizei Hand in Hand gegen Rechtsextremismus
Die Polizei Koblenz hatte einen Hinweis erhalten, dass im Westerwald eine größere rechtsextreme Musikveranstaltung stattfinden solle. Umfangreiche Ermittlungen erbrachten letztlich Klarheit, dass ein polizeibekannter junger Mann aus dem Unterwesterwald versucht hatte, zunächst eine Halle in Oberahr anzumieten. Nachdem man dort den Braten gerochen und die Gemeinde den Mietvertrag aufgekündigt hatte, versuchten die Veranstalter ihr Glück im Raum Westerburg. Hier wurde dann das Dorfgemeinschaftshaus in Wengenroth angemietet. Dass eine Musikveranstaltung geplant war, wurde bei der Anmeldung unterschlagen. Die Stadt Westerburg war dennoch misstrauisch und hielt Rücksprache mit der Polizei. Im Laufe des Samstag verdichtete sich die Erkenntnislage beim Polizeipräsidium Koblenz, dass hinter der Veranstaltung Rechtsextremisten stecken könnten, die über eine Rockveranstaltung Nachwuchs anwerben wollten. Bei einer Kontrolle vor Ort wurden Personen angetroffen, die bereits polizeibekannt waren. In diesem Zusammenhang erfolgten Platzverweise und die Sicherstellung zahlreicher Gegenstände mit rechtem Bezug. Stadtbürgermeister Seekatz kündigte daraufhin den Mietvertrag. Umfangreiche Polizeikontrollen schlossen sich an. Polizeieinsatzleiter Achim Grahn: „Wir betrachten mit Sorge, dass hier einige Jahre nach der Zerschlagung der rechtsextremen „Kameradschaft Westerwald“ neue Leute versuchen, die rechtsextreme Ideologie zu verbreiten. Daraus entstehen regelmäßig Gefahren, die die Polizei auf den Plan rufen müssen.“ Stadtbürgermeister Seekatz: „Wir haben heute ein klares Zeichen gesetzt, dass wir die Polizei bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus unterstützen“. Darüber hinaus legte er auch Wert auf die Feststellung, dass keiner der Veranstalter aus Westerburg stamme.