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Innenstadt von Westerburg soll aufgewertet werden PDF Drucken E-Mail

Blumenladen im Bereich Hergenrotherstraße abgelehnt
 
Haupt-, Bau- und Finanzausschuss diskutierte Vorschläge der CDU-Stadtratsfraktion  
Wie kann die Innenstadt von Westerburg aufgewertet werden? Wie kommt mehr Leben in das Zentrum? Die CDU-Fraktion im Stadtrat hat in einem Schreiben an Stadtbürgermeister Ralf Seekatz eine Liste von Vorschlägen unterbreitet, die diesem Ziel dienen sollen. Diese wurde in der jüngsten Sitzung des Haupt-, Bau- und Finanzausschusses erläutert und dienen nun als Diskussionsgrundlage im Stadtrat.

Vorgeschlagen wird:

1. Den Fußweg im Bereich „Kump-Sack“ zur Oberstadt aufzuwerten und anzupassen.

2. Im oberen Bereich Hofwiese (Spielplatz)  weitere Sitzecken und Naturspielmöglichkeiten zu schaffen. Dadurch würde der Verweilort für ganze Familien anziehender gestaltet.

3. Die CDU schlägt weiter vor, den Bachlauf im unteren Bereich der Hofwiese (nahe der Skaterbahn) umzuleiten, um dort einen noch anzulegenden Teich zu versorgen. Dieser könnte so gestaltet werden, dass er in der Winterzeit – entsprechende Minusgrade vorausgesetzt – als Eislauffläche genutzt werden könnte. Im Umfeld sollten dann ebenfalls Verweilplätze, vielleicht auch Grillplätze, entstehen.
„Das ist eine schöne Idee, die mit relativ wenig Aufwand realisiert werden kann“, erklärte Stadtbürgermeister Ralf Seekatz. Bevor weitere Details besprochen werden, soll das Bauamt eine mögliche Lärmbelästigung durch einen Grillplatz prüfen. 

4. Zur weiteren Belebung der Innenstadt wird vorgeschlagen, dort organisierte Floh- und Handwerkermärkte stattfinden zu lassen.  Geeignete Flächen wären der Marktplatz oder die Grünfläche des nahe gelegenen Spielplatzes. Diese Idee, so betonte Ralf Seekatz, werde an den Gewerbeverein weitergegeben.
 
Ohne Diskussion stimmte der Ausschuss zwei weiteren Beschlussvorschlägen zu:

1. Für die Aufstellung des Bebauungsplans „Hergenrother Straße“ hat das Planungsbüro ISU nun vervollständigte Unterlagen zugesandt. Insbesondere wurde der gesetzlich vorgeschriebene Umweltbericht erstellt. Hinsichtlich der Art und des Maßes der baulichen Nutzung hat sich im Vergleich zum letzten dem Rat vorgelegten Entwurf nichts geändert.
Zudem wurde inzwischen eine Stellungnahme der Landesplanungsbehörden zur parallel laufenden Änderung des Flächennutzungsplanes eingeholt. Das Ergebnis ist positiv. Somit kann das Verfahren nun mit der zweiten Offenlage fortgeführt werden. Der HBF beschloss diese Offenlage für die Dauer eines Monats. Parallel dazu wird die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange durchgeführt.  
 
2. Aufstellung des Bebauungsplanes „Wäller Park - Der Bebauungsplan „Wäller-Park“ soll künftig den bisher baulich genutzten Teil der Kaserne mit einer Fläche von rund 39 Hektar überplanen. Festgesetzt werden Industrie-,  Gewerbe- und Mischgebiete. Die bereits bestehende großzügige Durchgrünung soll durch die Festsetzung von öffentlichen und privaten Grünflächen erhalten bleiben. Insbesondere entsteht in den Randbereichen des Hülsbaches eine Grünachse durch das Plangebiet. Die Erschließung baut auf dem vorhandenen Straßensystem auf und übernimmt dieses weitgehend.
 
Ziel der Planung ist es, eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung und eine dem Wohl der Allgemeinheit entsprechende sozialgerechte Bodennutzung  zu gewährleisten. Gleichzeitig soll dazu beigetragen werden, eine menschenwürdige Umwelt zu sichern und zu entwickeln. Zudem geht es darum, die städtebauliche Gestalt und das Orts- und Landschaftsbild zu erhalten und angemessen weiterzuentwickeln.
 
Der HBF stimmte der Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange  zu.
 
Antrag auf Nutzungsgenehmigung im Bereich des Bebauungsplanes „Hergenrother Straße“:

Mehrheitlich abgelehnt wurde der Antrag eines Unternehmens, das im Bereich des ehemaligen Dursty-Markts in der Hergenrother Straße eine Grundfläche von 140 Quadratmetern anmieten möchte, um dort einen Blumenhandel zu betreiben. Gemäß dem Einzelhandelskonzept  soll jedoch in diesem Bereich Einzelhandel unter 800 Quadratmetern mit zentrenrelevanten Sortimenten nicht zugelassen werden.

(Text: Angela Baumeier)