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Ralf Seekatz bleibt Stadtchef in Westerburg PDF Drucken E-Mail

Wahl 57,7 Prozent der Wahlberechtigten entscheiden sich für den bisherigen Amtsinhaber  

Der alte und neue Stadtbürgermeister von Westerburg heißt Ralf Seekatz. Der bisherige Amtsinhaber brachte es bei der gestrigen Wahl auf 57,7 Prozent der Stimmen. Für den Mitbewerber Thorsten Schmidt (WuB) entschieden sich 42,3 Prozent der Wahlberechtigten. „Aus meiner Sicht hatte ich mir sicherlich etwas mehr versprochen. Knapp 58 Prozent sind dennoch ein durchaus akzeptables Ergebnis“, machte Ralf Seekatz am gestrigen Abend in einem Telefonat gegenüber der Westerwälder Zeitung deutlich.

Was der Wahlsieger bemängelte, war die geringe Wahlbeteiligung bei der Stadtbürgermeisterwahl, die bei lediglich 52 Prozent lag. „Wir müssen künftig unbedingt versuchen, eine höhere Wahlbeteiligung zu erreichen“, mahnte Seekatz an, der seinem Mitbewerber Thorsten Schmidt von der WuB durchaus Anerkennung zollte.   Für Schmidt, so Seekatz, hätten sich die vielen Hausbesuche, die dieser während des Wahlkampfes gemacht hat, ausgezahlt. Dafür, meinte der wiedergewählte Stadtbürgermeister, werde er sich bei der nächsten Wahl in fünf Jahren wieder Zeit nehmen müssen. Was die künftige politische Arbeit in Westerburg betreffe, müsse zunächst einmal das Ergebnis zur Wahl des Westerburger Stadtrates abgewartet werden, erläuterte Ralf Seekatz. Der WuB-Kandidat und politische Newcomer bot dem CDU-Kandidaten durchaus Paroli. So holte Thorsten Schmidt im Stadtteil Wengenroth 62 Stimmen; für Seekatz waren es 51. Im Wahllokal in der Realschule in Westerburg hatte Schmidt mit 160 Stimmen ebenfalls einen Vorsprung gegenüber Seekatz, für den 139 Wähler votierten. Stark gepunktet hat der bisherige Amtsinhaber hingegen bei der Briefwahl mit 1204 gegenüber 884 Stimmen. In Gershasen hatte Ralf Seekatz mit 63 Stimmen zehn Stimmen mehr als sein Mitbewerber. In Sainscheid holte Seekatz 53 Stimmen; für Schmidt waren es 39.   Westerwälder Zeitung vom Montag, 26. Mai 2014, Seite 22 (0 Views)

Kommentar von Michael Wenzel: zum Sieg von Ralf Seekatz

Entwicklung weiter forcieren

Der Wähler hat Ralf Seekatz für eine weitere Wahlperiode das Vertrauen ausgesprochen. Das ist nicht wirklich überraschend. Seekatz hat als engagierter Stadtbürgermeister, oftmals auch gegen unpopuläre Entscheidungen und trotz krankender Innenstadt, die Stadtentwicklung verstärkt vorantreiben können. Wesentlich mit auf sein Konto gehen die Vermarktung der Wäller-Kaserne, die Sanierung der Oberstadt und die Ansiedlung eines Rewe-Marktes im Innenstadtbereich. Der Wähler hat ihn dazu aufgefordert, weiterzumachen, wo er in der vergangenen Legislaturperiode aufgehört hat: Seekatz soll die Stadtentwicklung weiter forcieren. Und auch seinem Mitbewerber Thorsten Schmidt gehört die Zukunft: 42,3 Prozent sind ein überaus beachtliches Resultat für den WuB-Newcomer.  

Bericht in der Westerwälder Zeitung, vom 26.05.2014, Redakteur Michael Wenzel