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Integration durch Navigation Asylprojekt startet mit Infoveranstaltung PDF Drucken E-Mail

Am Mittwoch den 24. Juni 2015 startete das Asylprojekt Integrationsnavigator mit einer ersten Infoveranstaltung für ehrenamtlich Interessierte. Das durch die Diakonie ins Leben gerufene und vom Lions Hilfswerk Westerwald e.V. geförderte Projekt beabsichtigt die Integration asylsuchender Menschen in der Verbandsgemeinde aktiv zu unterstützen. Ziel ist es laut Wilfried Kehr, Leiter des Diakonischen Werkes im Westerwaldkreis, Flüchtlingen in der Verbandsgemeinde Westerburg, mit ganz pragmatischen Unterstützung von Ehrenamtlichen, vor allem Orientierung in der neuen Heimat und Begleitung im Alltag anzubieten. 

Auch der ebenfalls anwesende Bürgermeister Gerhard Loos bedankte sich bei den knapp 40 interessieren Besuchern, sowie den Projektverantwortlichen mit den Worten "Es ist unsere gesellschaftspolitische Verantwortung Menschen bestmöglich in schwierigen Situationen zur Seite zu stehen und so auch für Asylsuchende Hilfe und Integration zu gewährleisten." Weiter gab er zu bedenken, dass die Flüchtlinge für die Flucht erhebliche, teils lebensbedrohliche Risiken und Kosten in Kauf genommen haben, ohne zu wissen, was sie am Ziel erwarten wird. Dies zeugt grundsätzlich von einem besonderen Maß an Initiative, Willensstärke und Antriebskraft, die es zu nutzen und unterstützen gilt.   Die Arbeit mit den Hilfesuchenden und die täglichen Aufgaben wurden durch die zuständigen Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung Westerburg, Stefanie Schäfer und Martin Ortseifen, sowie dem bereits ehrenamtlich in diesem Bereich tätigen Amor Abidi bildhaft vorgestellt. Es gab Informationen über die Herkunftsländer der Asylsuchenden, sowie zum Ablauf einer „Zuweisung von Flüchtlingen in die Verbandsgemeinde“ bis hin zur Darstellung, was konkret in den ersten Stunden und Tagen für ankommende Flüchtlinge durch Mitarbeiter der VG geleistet wird. Die zu bewältigenden Aufgaben sind vielfältig. Jeder, der dabei helfen möchte, wird eine Aufgabe finden können.

 Johanna Kunz, Mitarbeiterin des Diakonischen Werkes und Koordinatorin des Projektes,  erläuterte wie die "Hilfe konkret aussehen kann z.B. in der Begleitung zu Elternabenden, beim Verstehen wichtiger Schreiben, Hilfe bei Hausaufgaben, Begleitung zu Arztbesuchen, Reparaturen an Fahrrädern oder evtl. später sogar Unterstützung bei der Wohnungssuche. Auch wenn manche Asylsuchende Deutschland wieder verlassen müssen, so brauchen sie dennoch in der Zwischenzeit Hilfe zum Leben in unserem Land und Mitmenschlichkeit in ihrer schwierigen Lebenslage. Das Projekt ist langfristig so angelegt, dass „Hilfe zur Selbsthilfe“ geleistet wird.

Von Seiten der interessierten Bürgerinnen und Bürger aus der Verbandsgemeinde kamen Fragen, wie die Hilfe konkret aussehen kann und welche Voraussetzungen ein ehrenamtliche Engagierter mitbringen sollte. Es wurde deutlich, dass viele der Anwesenden unmittelbar mit der ehrenamtlichen Arbeit beginnen wollen. So verabredet man sich zu einem weiteren Treffen für den 01.07.2015, 19:00 Uhr in den Räumen des Diakonischen Werkes in Westerburg, Hergenrotherstr. 2 (Hintereingang). Zu dem Abend sind auch alle Bürgerinnen und Bürger  herzlich willkommen, die Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit im Projekt haben.

Das Projekt Integrationsnavigator wird von vielen Netzwerkpartnern vor Ort unterstützt. Vertreter der Kirchen, Schulen, Kindertagesstätten, politischen Fraktionen, DRK, Diakonie und der Verbandsgemeinde werden sich in Kürze zu einem Koordinierungsausschuss  zusammenfinden.

Verbandsgemeindeverwaltung Westerburg Abteilung "Soziales | Ordnung | Bildung u. Kultur" Neumarkt 1 | 56457 Westerburg   Telefon: +49 (2663) 291 - 300 Telefax: +49 (2663) 291 - 333