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Gerhard Krempel ist Ehrenbürger von Westerburg PDF Drucken E-Mail

Krempel Ehrenbuerger 09.2015.01Mit Leib und Seele der Heimatstadt verbunden  

Gerhard Krempel wurde zum Ehrenbürger von Westerburg ernannt Anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerrechte an Gerhard Krempel lud die Stadt Westerburg kürzlich zu einem Festakt in die Westerburger Stadthalle ein.  Zu den Ehrengästen zählten neben Gerhard Krempel und seiner Familie auch die Vorsitzende der CDU in Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, die die Laudatio hielt, der Bundestagsabgeordnete Dr. Andreas Nick, Landrat Achim Schwickert, zahlreiche Vertreter von Politik und Kirche.

In seiner Ansprache erinnerte Stadtbürgermeister Ralf Seekatz an den 6. Februar 1974, als an gleicher Stelle das Ehrenbürgerrecht an Herbert Dohnalek verliehen wurde. Seit Dohnalek, der  Inhaber der ehemaligen Spielzeugfabrik, Gründer des Tier- und Märchenparkes und Förderer der Westerburger Vereine war, im Jahre 1987 verstarb habe Westerburg keinen Ehrenbürger mehr.           

Stets zum Gemeinwohl engagiert

Gerhard Krempel war von 1967 bis 1984 Landtagsabgeordneter in Mainz. Während dieser Zeit wurden vier Amtsgerichte nach Westerburg zusammengelegt. Als im Jahre 1972 die  Verbandsgemeinde (VG) Westerburg gegründet wurde, habe Krempel maßgeblich an deren Zuschnitt mitgewirkt. Er habe sich auch dafür engagiert, dass sich die weiterführenden Schulen in Westerburg ansiedeln und die Verlegung des Kulturamtes von Montabaur nach Westerburg mit der Aufrechterhaltung des Katasteramtes erfolgte. Engagement habe er weiterhin gezeigt beim Bau der Umgehungsstraße in Westerburg, der  Entwicklung des Wiesensees, dem Ausbau der Nistertalstraße und auch dass die VG Westerburg als Modellfall für Baugenehmigungen und als Kfz-Zulassungsstelle zuständig ist. Nicht unerwähnt blieb seine Leidenschaft für Musik, Gesang und Kultur. So ist Krempel  Mitglied in sechs Westerwälder Gesangvereinen und in vielen Westerburger Vereinen. Sehr am Herzen liegt ihm die Westerburger Wallfahrtskirche. Für sie gründete er den Verein der „Freunde und Förderer der Liebfrauenkirche“, der zu verschiedenen kulturellen Veranstaltungen einlädt und den Erhalt des Gotteshauses sichergestellt.     Mitten unter den Menschen „Gerhard Krempel hat gerade in seiner politisch aktiven Zeit viel für unsere Heimatstadt getan“, betonte Seekatz. Er stehe nie über den Menschen, sondern sei stets mitten unter ihnen“, würdigte der Stadtchef die Verdienste des heute 84-Jährigen. Er habe stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte seiner Mitmenschen. Anfang des Jahres habe die CDU-Stadtratsfraktion den Antrag gestellt, Gerhard Krempel das Ehrenbürgerrecht zu verleihen. Nachdem in der Heimatzeitung der Beschluss veröffentlicht wurde, sei er vielfach von Bürgern der Stadt angesprochen worden. Nicht einer hätte Kritik an der Entscheidung geäußert. Das Gegenteil war der Fall. Er bekam viele Geschichten zu hören, wie „Krempel Senior“ dem einen oder anderen persönlich geholfen habe. Seekatz führte verschiedene Beispiele auf, wo er sich für seine Mitmenschen engagierte und wo er das Gespräch mit betroffenen Familien und Vereinen gesucht habe und wo es stets zu einer guten Lösung kam.     

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Besondere Auszeichnungen

„Ein Mann wie Gerhard Krempel redet nicht nur über Probleme, er hilft und handelt“, lobte auch Julia Klöckner in ihrer Laudation das „großartige und breitgefächerte Engagement“ Krempels, der seit mehr als 65 Jahren fest in den Reihen der CDU stehe. Für seine Dienste an der Allgemeinheit habe Gerhard Krempel in seinem Leben bereits verschiedene Auszeichnungen erhalten. Dazu gehören unter anderem das Bundesverdienstkreuz erster und zweiter Klasse, die Freiherr-vom-Stein-Plakette des Landes, die Konrad-Adenauer-Auszeichnung der CDU Westerwald und die Silberne Ordensmedaille des Bistums Limburg.

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„Ich war und bin ein Westerburger Bub, ein Krautschisser“, so Kremepl in seiner Dankelrede. Er sei in Westerburg so sehr verwurzelt, dass alle Angebote es nicht geschafft hätten,  ihn wie einen Pfahl irgendwo anders hinzusetzen“, sagte der vierfache Vater, achtfache Großvater und achtfache Urgroßvater in seiner Dankesrede.

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Zu den ersten Gratulanten zählte die Sängervereinigung 1852 Westerburg, bei der Krempel schon seit den 1960er-Jahren als Schirmherr fungiert sowie Herbert Schmitz, der stellvertretend für die Fraktionen im Stadtrat ein Gemälde von Westerburg überreichte.  Landrat Achim Schwickert sprach im Namen aller Westerwälder seine Glückwünsche aus. Pfarrer Ralf Hufsky verglich Krempel mit König David und stellte aufgrund der Geburtsurkunde fest: „Wer um 5 Uhr morgens aufsteht, der kann auch was werden!“. Dieter Dünnes berichtete auf amüsante Art von dem Geehrten als Obermessdiener und Leitwolf der Pfadfinder. „Westerburg ist der Mittelpunkt seines Lebens“, beschrieb ihn auch Klaus Weber. Seine Rechtsanwalts-Kanzlei habe er mit viel Elan, Willenskraft und Ausdauer aufgebaut. „Er hat die Ehrenbürgerschaft wahrhaft verdient“, schloss Werner Daum den Reigen der Grußworte, der Krempel als seinen politischen Ziehvater bezeichnete. Sie alle würdigten die Verdienste Krempels und erinnerten an unvergessene Begebenheiten.

Für einen schönen musikalischen Rahmen sorgten Dr. Gerold Beck (Klavier) und seine beiden Söhne Richard (Geige) und Stephan (Chello), die Sängervereinigung 1852 Westerburg und die Stadtkapelle Westerburg.