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Neuen GPS-Vergleichspunkt am Westerwaldsteig präsentiert PDF Drucken E-Mail

Wbg. GPS Punkt 03 2016.1Auf dem Marktplatz in Westerburg können Navi-Geräte überprüft werden 

Auf dem Marktplatz in Westerburg wurde ein Referenzpunkt zur Überprüfung von GPS-Messgeräten eingerichtet. Eine Metallplatte mit Daten, die im Pflaster neben dem „Partnerschaftsbrunnen“ zu finden ist, gibt Wanderern, Radfahrern sowie anderen Nutzern von Geochaching-GPS-Geräten

oder mobilen Navigationsgeräten die Möglichkeit, an dieser Stelle ihr Gerät zu überprüfen. Dies ist  übrigens der erste Referenzpunkt im gesamten Westerwaldkreis.

Wandern und Radfahren im Einzugsgebiet des Westerwaldsteiges ist ein besonderes Erlebnis – wenn man den richtigen Weg wählt. Mit GPS-Empfängern und entsprechenden Satellitensignalen kann jeder Punkt auf der Erdoberfläche schnell und zuverlässig bestimmt werden. Wie bei einer Uhr, die von Zeit zu Zeit gestellt wird, um die richtige Zeit anzuzeigen, sollten auch GPS-Empfänger regelmäßig überprüft werden. Dann wird die Orientierung auf gut ausgeschilderte Wegen auch gelingen.

Wbg. GPS Punkt 03 2016.1Zusammen mit Stadtbürgermeister Ralf Seekatz (Mitte) stellten der Behördenleiter des Vermessungs- und Katasteramtes Westerwald-Taunus, Wolfgang Schuld (rechts), und dessen Mitarbeiter Jens Hartstang (links) den Vergleichspunkt Westerburg jetzt der Öffentlichkeit vor.


                Neuer Service im Westerwaldkreis
Das Vermessungs- und Katasteramt Westerwald-Taunus bietet in diesem Zusammenhang einen neuen Service für alle an Geoinformationen und Navigation Interessierte wie Rad und Wanderbegeisterte oder auch Schulen rund um Westerburg an. „Mit Unterstützung der Stadt Westerburg, konnte schnell gemeinsam ein geeigneter Platz für einen Referenzpunkt gefunden werden“, erläuterte Wolfgang Schuld, Behördenleiter des Vermessungs- und Katasteramtes Westerwald-Taunus, dessen Mitarbeiter Jens Hartstang die Bestimmung des Punktes vornahm. Zusammen mit Stadtbürgermeister Ralf Seekatz stellten die beiden Herren jetzt diesen Referenzpunkt der Öffentlichkeit vor.
Die Überprüfung selbst ist denkbar einfach. Die Position des Punktes vor dem Brunnen auf dem Marktplatz ist mit einer Platte im Boden vermarkt, die auch die Bestimmungsdaten nachweist.

Seine Position ist mit  7о 58' 08,6'' östlicher Länge und  50о 33' 43,9''  nördlicher Breite zentimetergenau geographisch bestimmt. Der Punkt in Westerburg besitzt eine Genauigkeit von 1 bis 2 Zentimeter in der Lage, wobei beachtet werden muss, dass sich handelsübliche GPS- und Navigationsgeräte - besonders für den Freizeitbereich - in einem Genauigkeitsbereich von 5 bis 20 Metern bewegen können.
Die amtliche Höhe des Punktes – Normalhöhe bezogen auf den Pegel Amsterdam beträgt 332 Meter. Neben Informationen und Hintergrundwissen zu weiteren Vergleichspunkten, die auf der Homepage der Vermessungs- und Katasterverwaltung http://www.lvermgeo.rlp.de/index.php?id=service0 unter „Arbeitet ihr GPS-Empfänger korrekt?“ zur Verfügung stehen, werden in Kürze auch Informationen zum Vergleichspunkt in Westerburg angeboten.
„Wir werden diesen Service auch im Internet auf der WW-Steig-Wanderroute sowie in der Tourismusbroschüre bewerben“, so Seekatz. Der Stadt seien hierfür – bis auf das Schild - keine Kosten entstanden. Wie von Schuld zu erfahren war, können auch andere Städte und Gemeinden einen solchen Referenzpunkt bekommen. „Wer auf uns zukommt, mit dem setzen wir uns gerne in Verbindung“, so Schuld. „Wir freuen uns, dass wir eine so leistungsfähige Verwaltung vor Ort haben“, hob Seekatz hervor. Er dankte Schuld für die unbürokratische Umsetzung des Vorhabens. „Wir hoffen, dass es gut angenommen wird und dies auch im eigenen Interesse“, sagte Schuld. Das Vermessungs- und Katasteramt in Westerburg, welches für die Landkreise Altenkirchen, Westerwald, Neuwied und Rhein-Lahn' zuständig ist, möchte mit diesem Service gleichzeitig das Interesse für seine Berufssparte wecken. Im Bereich der technischen Berufe wie Vermessungstechniker und Geomatiker könne das Amt noch Nachwuchs gebrauchen.