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Altes Backes wurde zum Treffpunkt für alle Generationen PDF Drucken E-Mail

Gershasen Backesfest 2016 05Feuerwehr Gershasen lud zum traditionellen Backesfest ein

Im Westerburger Stadtteil Gershasen wurde am vergangenen Samstag wieder das alljährliche Backesfest gefeiert. Die Freiwillige Feuerwehr Gershasen hatte zu diesem traditionellen Fest eingeladen und wieder bestens für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. Viele Feuerwehren aus den Nachbargemeinden waren gekommen und freuten sich über das Wiedersehen. Im gemütlichen Beisammensein genoss Jung und Alt den Abend im Gespräch mit Familien, Freunden und Bekannten.

Für musikalische Unterhaltung sorgte die Sängervereinigung 1852 Westerburg, die unter der Leitung von Helge Staller einige bekannte Lieder zum Besten gab und kräftigen Beifall erntete.

Im alten Backes waren die Backfrauen, die dem Gymnastik-Verein angehören, zusammen mit einigen Frauen der Feuerwehr (-männer) aktiv. Sie hatten den Backesofen eingeheizt, in dem Spießbraten und Dippekuchen gewärmt wurden. Außerdem sorgten sie stets für frisch belegte Brote mit Blut- und Leberwurst, Mett und Schmalz, die ebenso guten Absatz fanden wie die heißen Würstchen.   

Gershasen Backesfest 2016 05

„Es ist schön zu sehen, dass hier eine lange Tradition fortgeführt wird“, lobte Stadtbürgermeister Ralf Seekatz.

                Lange Backesgeschichte
Der Westerburger Stadtteil Gershasen kann nicht nur auf eine lange Backesgeschichte in Sachen Brot backen zurück blicken kann. Das Dorf verfügt auch über eine lange Geschichte im Bereich der Backofenherstellung. Die  Handwerker aus Gershasen waren in früheren Zeiten in ganz Deutschland tätig . Seinerzeit wurden die Backöfen aus Tuffstein hergestellt, der rund um Gershasen zu finden war. Noch heute sind Öfen in Betrieb in denen der Tuff aus Gershasen aufgeheizt wird.

Wer mehr über die Geschichte erfahren wollte, der nutzte die Gelegenheit,  sich das Heimat-Backes- und Ofenbauermuseum anzuschauen, dass sich im oberen Stockwerk des alten Backes befindet. Die vielen alten Haushaltsgegenstände lieferten dabei natürlich reichlich Gesprächsstoff. Mehr als 200 Exponate führen den Betrachter in eine längst vergessene Zeit und geben Einblick in die damals mühselige Arbeit der Hausfrauen, Landwirte und Backofenbauer.