Weitere Themen

Erschließung des Wäller-Parks in Westerburg PDF Drucken E-Mail

Wbg. Waeller Park 07 2016.02 v11 Million Euro fließen in die Versorgungsinfrastruktur

Die Triwo AG, beziehungsweise deren Tochterunternehmen die GSK Gesellschaft für Städtebau und Konversion mbH, erwarb Mitte 2011 die ehemalige Wäller-Kaserne mit einer Gesamtfläche von rund 39 Hektar. Ziel war es, dieses Konversionsgelände als Mischgebiet zu einem attraktiven Standort für Gewerbe und Wohnen mit der Sondernutzung

Schule in Westerburg umzugestalten. Mit Abschluss eines städtebaulichen Vertrags zwischen dem Land Rheinland-Pfalz, der Stadt Westerburg und der GSK wurden die Weichen für eine erfolgreiche Entwicklung des Areals gestellt. Schwerpunkte dieses Vertrags waren und sind private und öffentliche Investitionen in den Bereichen Abbruch, Erschließung und Planung.  In den vergangenen Jahren konnten durch umfangreiche Abbruchmaßnahmen, die vor allem die ehemaligen Truppenunterkünfte betrafen, die erforderlichen Flächen für die Neuansiedlung von Unternehmen, aber auch für den privaten Wohnungsbau geschaffen werden. „Alle gewerblich nutzbaren Hallen und Gebäude wurden zwischenzeitlich für eine Folgenutzung veräußert. Hier sind insbesondere auch die Ansiedlung des Logistikzentrums der Spedition Kreckel und der Freien Montessori-Schule Westerwald mit rund 200 Schülern und mehr als 40 Beschäftigen zu nennen“, so Stadtbürgermeister Ralf Seekatz.

Wbg. Waeller Park 07 2016.02 v1
                Baukommission informierte sich vor Ort
Als weiteren, wichtigen Schritt für eine erfolgreiche Entwicklung haben ab Mai 2016 die Baumaßnahmen für die Erschließung des Kasernengeländes begonnen. Mit einem Investitionsvolumen von rund 1 Millionen Euro wird die komplette Versorgungsinfrastruktur (Gas, Wasser und Strom) grundlegend erneuert. Auch der Bereich Telekommunikation soll durch die Verlegung eines Glasfasernetzes in Zukunft modernsten Standards entsprechen. Erschließungsträger ist die Stadt Westerburg. Um sich vor Ort über den Stand der Dinge zu informierten, stattete Stadtbürgermeister Ralf Seekatz kürzlich gemeinsam mit der Baukommission des Stadtrats der Baustelle einen Besuch ab. Federführend in Planung und Bauleitung ist die Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann und Partner Westerburg, welche durch Amir Hasanagic vertreten war. Da die Baumaßnahmen selbst durch das Tief- und Straßenbau-Unternehmen Heibel  (Herschbach Oww.) -  in enger Kooperation mit den Wasserwerken der Verbandsgemeinde Westerburg, den Energienetzen Mittelrhein und der Telekom – durchgeführt werden, waren auch  Bernd Heibel (Geschäftsführer) und sein Sohn Paul Heibel (Bauleiter) bei diesem Termin anwesend.                              
                 Die Baumaßnahmen
Wie im Gespräch zu erfahren war, ist die Fertigstellung der Erschließungsmaßnahmen bereits für Ende Oktober diesen Jahres vorgesehen. Diese Baumaßnahmen beinhalten das komplette Wasserversorgungssystem im Bereich des Wäller-Parks. Dazu gehören Wasserleitungen inklusive Hausanschlüsse (einschließlich Druckminderschacht), sämtliche Gasleitungen inklusive Hausanschlüsse, drei Trafostationen inklusive Stromkamel, Leerrohre für die Telekomunikation (Glasfaser – auch Reserve), 54 Straßenlampen mit LED-Technik sowie das entsprechende Kabelmaterial für die Beleuchtung. Im Anschluss an die Verlegung der Rohre und Kabel werden die Oberflächen im Bereich der Straßen und Gehwege (ca. 2.000 Quadratmeter) wieder hergestellt. „Die Kanäle sind nicht Gegenstand der Maßnahme. Es bietet sich jedoch an, die wenigen baufälligen Kanäle (200 Meter) in diesem Zuge gerade mit zu erneuern“, informierte Hasanagic. Wie Bernd Heibel den anwesenden Stadtratsmitgliedern berichtete, liegen die Baumaßnahmen im Zeitplan.
                    Aufteilung der Kosten
Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Baumaßnahme, deren Investitionsvolumen rund 1 Million Euro beträgt, zum größten Teil über das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau aus dem Programm "Konversion" mit einer Zuwendung in Höhe von 670.897,95 Euro. 10 Prozent der Kosten trägt die Stadt Westerburg und 35 Prozent die GSK GmbH als Eigentümer. „Dank dieser Aufteilung sparen die VG-Wasserwerke eine beträchtliche Summe ein“, ergänzte Stadtbürgermeister Ralf Seekatz abschließend.    (Text und Foto: Ulrike Preis)