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Geruchsbelästigung im Industriegebiet von Sainscheid PDF Drucken E-Mail

Die Stadt Westerburg informiert

Seit Jahren beschwert sich die Bürgerschaft vom Westerburger Stadtteil Sainscheid wegen Geruchsbelästigungen im Industriegebiet. Aufgrund der teils geringen Entfernung der Betriebssitze zur angrenzenden Ortslage sind insbesondere die  Anwohner der Straßen Morgenbitz und Kölbinger Straße betroffen. Aber auch in der entfernten Ortslage am östlichen Rande der Wohnbebauung treten die Gerüche je nach Wetterlage wahrnehmbar auf. Auf Anfrage der Stadt Westerburg teilte die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord jetzt folgendes mit:

Unter Hinweis auf die speziellen meteorlogischen Gegebenheiten rund um die Ortslage Sainscheid/Industriegebiet hat das die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord aus Koblenz bereits 2011 beim damaligen Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz (Zentrale Expertengruppe Umwelt) zusätzliche fachliche Unterstützung eingeholt und deren Erkenntnisse dann auch bei den entsprechenden Firmen in einer Vielzahl verschiedener Verbesserungen umgesetzt. Dazu gehören beispielsweise die Erhöhung eines Kamins oder auch die Reduzierung von Verschmutzungen rund um den Betriebsstandort.
Auf Einladung der Bürgerinitiative Sainscheid wurde im Rahmen der Bürgerversammlung im Juni 2011 die Situation eingehend und detailliert kommuniziert, wenn auch die Geruchsbeschwerden bis heute nicht gänzlich verstummt sind.
Anzumerken ist noch, dass eine zeitliche Unterscheidung, welche Firma wie lange Gerüche freisetzt, nur bedingt möglich ist und demzufolge nur Insider den jeweils auftretenden Geruch firmenspezifisch richtig zuordnen können.
Die emitierenden Firmen kommen hinsichtlich der gesetzlichen Auflagen ihren Verpflichtungen nach (Messberichte bzw. wiederkehrende Messungen, Dokumentation von Betriebsabläufen etc.).
In einer Vielzahl von Ortsbegehungen durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord konnten die vorgetragenen Anwohnerbeschwerden nachvollzogen werden – konnten aber leider nicht gänzlich abgestellt werden. Ein grundsätzliches Problem bleibt weiterhin der geringe Abstand der Firmen zur Ortslage, weil deren normale Produktionsabläufe immer mit spezifischen Geruchsemissionen verbunden sind. Eine Gesundheitsgefährdung für die Anwohner besteht allerdings zu keinem Zeitpunkt.
Es gibt allerdings seit Jahren auch Beschwerden wegen Lärmbelästigungen in der Boschstraße sowie neuerdings auch wegen Erschütterungen. Lärmmessungen wurden bereits 2014 durchgeführt und entsprechende Verbesserungen umgesetzt. Erschütterungsmessungen werden auf Anforderung vermutlich Anfang 2017 erfolgen, so die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord.