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Ausstellung des Stadtarchivs im Rathaus PDF Drucken E-Mail

altRüdiger Klees erhielt die Jubiläumsmedaille der Stadt Westerburg

Schlusspunkt der 725-Jahr-Feier der Stadt Westerburg bildet eine einwöchige Ausstellung des Stadtarchivs im Rathaus von Westerburg. Gezeigt werden Bilder und Dokumente aus der 725-jährigen Stadtgeschichte. Außerdem gibt es eine Präsentation „Westerburg in Ansichtskarten“ und die Besucher haben die Möglichkeit,

sich die alten Kreisblätter anzuschauen.

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                Viele Besucher
Schon zur Ausstellungseröffnung, die am Montag stattfand, kamen viele Besucher. Stadtbürgermeister Ralf Seekatz freute sich über das rege Interesse und hieß alle herzlich willkommen. Sein besonderer Gruß galt neben dem Ehrenbürger von Westerburg, Gerhard Krempel, auch den Mitgliedern des Stadtrats und den Beigeordneten. Begrüßt wurden auch das Kreistagsmitglied Dr. Stephan Krempel, die ehemalige Stadtarchivarin Maria Meurer sowie die Mitglieder der Geschichtswerkstatt von Westerburg und Hachenburg. Die Hachenburger hatten Ausstellungswände für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt, wofür ihnen Bürgermeister Seekatz dankte. Dank galt auch Barbara Bathe, die aus ihrer umfangreichen Sammlung an Bildern, eine Vielzahl dem Stadtarchiv geschenkt hatte.
                Dank für Engagement
Besondere Ehre wurde nun Westerburgs Stadtarchivar Rüdiger Klees zuteil. Ihm überreichte der Bürgermeister die Jubiläumsmedaille der Stadt Westerburg.

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„Rüdiger Klees investiert ehrenamtlich sehr viel Zeit für das Stadtarchiv und das für Gottes Lohn“, hob Seekatz das Engagement des 58-Jährigen hervor. Gemeinsam mit Sohn Vincent und seinem Freund Stefan Ferger (Wengenroth) hatte er die umfangreiche Ausstellung aufgebaut.

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Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, einen Blick in die alten Kreisblätter zu werfen. Beim Rundgang war an den verschiedenen Stellwänden dann auch einiges über die Kirchen und Schulen, die Eisenbahn, das Schwimmbad und auch die Gaststätten und Pensionen zu erfahren. Gewerbe und Leistung gehörten ebenso dazu wie der Westerburger Tier- und Märchenpark, der insbesondere bei der älteren Generation unvergessen ist. Die Blicke auf sich zog ein Bittbrief an die Gräfin Seraphine aus dem Jahre 1868. Interessant war auch die Geschichte über den Zeppelin, der im Jahre 1912 den Westerwald überquerte.

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                    Kleine Zeitreise
Bilder von Münzen, Luftbildaufnahmen von 1933 und verschiedene andere Fotografien laden ebenfalls zu einer kleinen Zeitreise ein. Noch recht aktuell hingegen ist die Verleihung der neuen Bürgermeisterkette, die im vergangenen April anlässlich der Eröffnung der 725-Jahr-Feier Ehrenbürger Gerhard Krempel Stadtbürgermeister Seekatz feierlich überreichte. Dieses Ereignis schreibt schon jetzt Westerburger Geschichte.

                „Wir können stolz sein“
„Wir haben die 725-Jahr-Feier unserer Stadt in den vergangenen Monaten gebührend gefeiert“, hatte Seekatz zuvor Rückblick gehalten. Viele Vereine hätten mitgewirkt, einige von ihnen feierten ihr eigenes Vereins-Jubiläum. „Alles in allem haben die Feierlichkeiten von den Bürgern für die Bürger stattgefunden. Westerburg hat sich gut präsentiert und darauf können wir stolz sein“, hob Seekatz hervor. Ein herzliches Dankeschön galt hier Angela Baumeier, die in der überregionalen Presse das Jubiläumsjahr mit vielen guten Artikeln begleitet hat.

„Das Archiv erzählt die Geschichten, die unterhalb der großen Historie liegen, die nicht mit der großen Politik einhergehen. Im Archiv kommen wir auf die Spuren unserer Vergangenheit“, so Rüdiger Klees, der in seiner Ansprache den französischen Philosophen Michel Foucault zitierte. „Man muss die Quellen erforschen, um zu erkennen, was früher gelaufen ist und in welchen Strukturen die Menschen gelebt haben“, führte Klees fort. Es brauche Archive und es brauche auch Menschen, die sich für die Geschichte ihres Ortes und ihrer Heimat interessieren.
               Noch bis Samstag geöffnet
Alle, die sich für die Geschichte der Stadt Westerburg interessieren, sind in den nächsten Tagen noch zur Besichtigung eingeladen. Die Ausstellung kann am Dienstag, 14. November, von 9 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr, am Mittwoch von 9 bis 12.30 Uhr und am Donnerstag, 16. November, von 9 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr im Sitzungsraum „Siegfried von Westerburg“ in der Neustraße 40 (Rathaus der Stadt Westerburg) besichtigt werden. Außerdem steht am Dienstag und am Donnerstag in der Zeit von 16 bis 18 Uhr der Stadtarchivar Rüdiger Klees für die Beantwortung von Fragen gerne zur Verfügung. Auch am Samstag ist Rüdiger Klees vor Ort und lädt von 10 bis 17 Uhr zu Besichtigung und Gespräch ein.