Die Stadt Westerburg - Historie PDF Drucken E-Mail

Zu den Wahrzeichen der Stadt Westerburg gehören zweifelsohne das Schloss und die im Jahre 1906 gebaute Eisenbahnbrücke. Weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt ist auch der Schlossgeist, das "Petermännchen", welches seine Heimat seit vielen Jahrhunderten treu bewacht.

Die ältesten Zeugnisse menschlicher Siedlung in Westerburg stammen aus der jüngsten Urnenfelderzeit, die etwa auf 700 vor Christi Geburt datiert werden kann. Eine Urne, die in der Adolfstraße gefunden wurde, ist im Burgmannenhaus ausgestellt. Von einer Ansiedlung neben der Burg ist erstmals 1270 ausdrücklich die Rede. Am 9. Juli 1292 erhält Westerburg seine Stadtrechte. Gleichzeitig mit Wetzlar wurde Westerburg damals durch König Adolf von Nassau zur Stadt erhoben. 1303 wurde ein Schöffengericht in der Stadt genehmigt. Spätestens 1304 gab es zumindest einzelne Befestigungsanlagen. Die Stadt Westerburg entwickelte sich in zwei Teilen: Der älteste Teil lag dicht unterhalb des Schlosses.

Um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert begann die Stadt dann allmählich rascher zu wachsen. Sie dehnte sich nach allen Richtungen aus. Die rege Bautätigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich in den 1950er Jahren fort. Größtes Bauvorhaben in den 60er Jahren war die Bundeswehrkaserne. Südlich des Stadtkerns entstand im gleichen Jahrzehnt das Schulviertel mit Gymnasium, Grund- und Hauptschule, später Realschule und jenseits des Schafbachs die Berufsbildende Schule. Zwei Kindergärten, das Amtsgericht und etliche Wohnhäuser kamen hinzu. 1969 wurden die selbstständigen Gemeinden Gershasen, Sainscheid und Wengenroth eingegliedert. Unabhängig davon gingen auch in den folgenden Jahren die Bautätigkeiten weiter.

Westerburg 1954 - 2010