Schloss Westerburg PDF Drucken E-Mail

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Das Schloss Westerburg, erstmals beurkundet im Jahre 1192, aber wohl schon früher erbaut, basiert auf einer Burganlage aus dem 12. Jahrhundert. Die Burg gehörte zunächst den Grafen von Leinigen und kam durch die Ehe von Siegfried III. von Runkel mit einer Tochter aus dem Hause der Leininger zu Anfang des 13. Jahrhunderts an die Herren von Runkel. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde die Burg Sitz der Herren von Westerburg, die sich spätestens im Jahre 1288 mit Heinrich I. von Westerburg endgültig vom Hause Runkel abspalteten.

Die Burg wurde im Laufe der Zeit wesentlich erweitert und umgebaut und war lange Zeit Residenz eines Zweiges der Grafen zu Leiningen-Westerburg. Die Nordostecke und die Nordfront der Anlage dürften die ältesten, heute noch bestehenden Abschnitte sein. Sie enthalten die Burgkapelle und stammen vermutlich aus dem frühen 13. Jahrhundert. Das Gebäude, in dem sich der große Saal der Burg befindet, wurde zwischen 1476 und 1483 fertiggestellt. Die übrigen heute vorhandenen Teile der Anlage stammen aus dem 18. Jahrhundert. Bis ins ausgehende 20. Jahrhundert war es im Besitz der Familie Leiningen-Westerburg und wurde von Graf Konrad an Dr. Dieter Reusch verkauft. Nach dem 1. Weltkrieg wurde es vom Bund Deutscher Jugend als Erholungsheim von Jugendherberge genutzt, auch eine Weberei wurde eingerichtet. Im Krieg diente es als Heim der „Kinderlandverschickung“. Auf Betreiben von Pfarrer Karl Ninck (von 1868 - 1872 Vorsitzender des Evangelischen Vereins für Innere Mission Nassau -EVIM-), wurden um 1860 Räumlichkeiten im Schloss Westerburg unter anderem "zur Versorgung der Kranken" angemietet. Der Mietvertrag wurde nach ca. 100 Jahren, im Jahre 1960, gekündigt. In Zusammenarbeit mit der Stadt Westerburg wurde das Alten- und Pflegeheim auf dem Hubenberg errichtet.

Das Schloss Westerburg befindet sich heute in Privatbesitz und beherbergt mit Medicastle ein Zahnmedizinisches Institut mit Schulungszentrum und Zahnarztpraxis. Neben dem Weinkeller „Semper Frey“ bietet gerade der romantische Schlossgarten ein reizvolles und lohnendes Ausflugsziel. Auch die liebevoll renovierten Säle im Obergeschoss können sowohl für familiäre Feste wie Hochzeiten und Geburtstagsfeiern als auch gewerblich  für Seminare genutzt werden. Seit kurzem sind standesamtliche Trauungen auf dem Schloss möglich.

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Schloss Westerburg
56457 Westerburg
Weinkeller "Semper-Frey"
Ansprechpartner: Philipp Reusch, Moritz Lachmann
Telefon: 02663 - 911 401
Fax: 02663 - 911 402
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Web: www.schlosswesterburg.de