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‍„Verfolgt – Vertrieben – Vernichtet – Die Lebensgeschichten von 140 jüdischen Opfern des Naziregimes“

Maria Meurer präsentiert in der BBS Westerburg ihr neues Buch Wbg. Meurer Buchvorstellung Ank 11 2019.1 v2

Die ehemalige Stadtarchivarin und Autorin Maria Meurer, die im Jahre 2014 das Buch „Tod in Dachau – das Leben des Albert Wengenroth“ veröffentlichte, hat nach langjährigen Recherchen erneut ein Buch verfasst. Hierin erinnert sie an das Schicksal der Westerburger Juden. Das Buch trägt den Titel „Verfolgt - Vertrieben - Vernichtet – Die Lebensgeschichten von 140 jüdischen Opfern des Naziregimes“ und wird

am Freitag, den 8. November 2019, um 20 Uhr in der Aula der Berufsbildenden Schule Westerburg (Europa-Schule und Schule ohne Rassismus), Hofwiesenstraße 1, offiziell vorgestellt. Zu dieser Buchpräsentation sind auch alle Interessierten eingeladen.

Für den musikalischen Rahmen sorgt die Mezzosopranistin Edda Sevenich unter Klavierbegleitung durch den ehemaligen Gymnasiallehrer Reinhard Strauch. Die Laudatio hält MdL Hendrik Hering, Präsident des Landtages von Rheinland-Pfalz.
Erschienen ist das Buch im Gardez! Verlag Michael Itschert. Gefördert wurde der Druck des Buches durch die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, die Naspa Stiftung und die Stadt Westerburg.

 Wbg. Meurer Buchvorstellung Ank 11 2019.1 v1

Die ehemalige Stadtarchivarin und Autorin Maria Meurer präsentiert am 8. November in der BBS Westerburg ihr neues Buch, das den Titel „Verfolgt - Vertrieben - Vernichtet – Die Lebensgeschichten von 140 jüdischen Opfern des Naziregimes“ trägt.

Gegen das Vergessen
Das Ziel der Nationalsozialisten war es, die jüdische Bevölkerung vollkommen auszulöschen. In Westerburg leben heute keine Juden mehr. Doch die Erinnerung an sie bleibt. „Dazu gehört das Erzählen der Geschichte der jüdischen Bevölkerung, die in Westerburg gelebt hat“, so Stadtbürgermeister Janick Pape, der sein Geleit in diesem Buch mit folgenden Sätzen abschließt: „Beim Besuch eines Grabes auf dem jüdischen Friedhof legen oft die Angehörigen einen Kiesel auf den Grabstein, um damit anzudeuten, dass die Verstorbenen nicht vergessen sind. Ein solcher Kieselstein ist das Buch von Maria Meurer. Ein Buch für das Erinnern und gegen das Vergessen“. Der Geschichte der jüdischen Bevölkerung von Westerburg nahm sich Maria Meurer mit viel Herzblut an.

Wbg. Meurer Buchvorstellung 11 2019 Cover1

Erinnerungen
Mit ihren ersten Recherchen für dieses Buch begann die ehemalige Stadtarchivarin bereits im Jahr 2007. Bis zum Abschluss im Jahre 2019 investierte sie mehr als 10.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Tatkräftig unterstützt wurde sie dabei durch Burkhard Kniese.
Auf 550 Seiten beschreibt Maria Meurer die Geschichte der 140 jüdischen Menschen, die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung wurden. Sie waren Mitbürger der Stadt, sie waren Freunde, Kollegen, Nachbarn, Vereinskameraden und teilweise auch Würdenträger. Sie standen allesamt mitten im Leben und wurden schließlich verfolgt, vertrieben oder auch ermordet.
64 Menschen starben durch die nationalsozialistische Vernichtungspolitik. In ihren Erzählungen beschreibt Maria Meurer auch das Schicksal der sechs Mitbürger, die eines natürlichen Todes in der Heimat starben. Lediglich zwei Westerburger überlebten ihre Inhaftierung. Interessant ist auch der Lebensweg der 68 Männer und Frauen, denen die Auswanderung gelang. Mit ihnen, beziehungsweise mit deren Nachfahren, nahm Maria Meurer Kontakt auf und konnte durch Briefe, Aufzeichnungen und Telefonate ihre Notizen ergänzen und vervollständigen. Ihre Schilderungen lassen erahnen, welch grausame Zeiten diese Menschen erlebt haben.
Maria Meurer freut sich, dass sie zur Buchpräsentation auch Dr. Ruth Paige geb. Ullmann PH.D. aus Seattle/USA begrüßen kann. Die 84-Jährige betritt nach ihrer Auswanderung erstmals wieder Westerburger Boden. Sie ist übrigens die einzige Auswanderin, die noch am Leben ist. Darüber hinaus kommen auch einige jüdische Nachfahren aus den USA, Brasilien, Schottland, England, Niederlande und Hannover. Während ihres Aufenthaltes nutzen diese Ehrengäste dann natürlich auch die Gelegenheit, die Heimat ihrer Vorfahren kennenzulernen.

Maria Meurer: VERFOLGT - VERTRIEBEN – VERNICHTET - Die Lebensgeschichten von 140 jüdischen Opfern des Naziregimes – Erinnerung an das Schicksal der Westerburger Juden. 554 Seiten, A5, ISBN 978-3-89796-295-8. Preis: 19,90 Euro.


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