Schwalbennester am Alten Markt in Westerburg

Hilfs-Aktion der Stadt Westerburg wird von Bürgern unterstütztWbg. Schwalbennester Erich Glaeser 05 2021.1 v1

Die Bestände an Rauch- und Mehlschwalben sind auch im Westerwald stark zurückgegangen. Um den heimkehrenden Schwalben das Brutgeschäft zu erleichtern, hat die Stadt Westerburg jetzt durch die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs Schwalbennester an den öffentlichen Gebäuden in Westerburg und den Stadtteilen aufhängen lassen.


Um geeignete Stellen zu finden, hatte zuvor der Erste Beigeordnete Herbert Schmitz (mit dem Geschäftsbereich Städtischer Bauhof) Kontakt zu Erich Gläser aufgenommen. Dieser ist insbesondere den älteren Westerburgern noch als „der Vogel Erich“ bekannt . Seine Tochter Heike Gläser war auch die Ideengeberin für die Aktion der Stadt. Bereits Anfang des Jahres hatte sie selbst mehrere Schwalbennester an ihrer Hausfront aufgehängt und ging so mit guten Beispiel voran.

Wbg. Schwalbennester Erich Glaeser 05 2021.1 v1

Stadtbürgermeister Janick Pape (von links) und Erich Gläser blicken auf die alten Schwalbennester (weiß - rechts), wo sich schon drei Pärchen niedergelassen haben. Die neuen, künstlichen Nester (dunkel - links), die seine Tochter im Frühjahr aufgehängt hatte, sind bezugsfertig.

„An den Häusern auf dem Alten Markt und in den angrenzenden Straßen haben die Schwalben schon seit vielen Jahren Nistplätze“, berichtete Erich Gläser dieser Tage Stadtbürgermeister Janick Pape. Der Bürgermeister informierte sich vor Ort bei dem Vogelkenner, der sich viele Jahre als Umweltbeauftragter der Verbandsgemeinde Westerburg engagierte. Auch am eigenen Wohnhaus hat der heute 82-Jährige seit Jahrzehnten mehrere Schwalbennisthilfen aufgehängt. „In den 1970er und 1980er Jahren waren es wohl rund 40 Nester“, erinnert sich der Senior. „Früher deckten die Besucher der Cafés am Alten Markt ihre Kaffeetassen mit Bierdeckeln ab“, erzählte er lachend. Mit Blick auf seine alten Vogelnester sagte er: „Hier haben sich schon drei Pärchen niedergelassen“. Die neuen Nester, die seine Tochter im Frühjahr aufgehängt hatte, stehen noch leer. „Das hat sich wohl noch nicht rumgesprochen“, scherzten die beiden. Doch die künstlichen Nester würden sicher auch schon bald bezogen, zumal die Schwalben in der heutigen Zeit wenig Material für den Bau von neuen, eigenen Nestern finden würden, erläuterte Gläser im Gespräch.
Der Stadtchef dankte noch einmal Heike Gläser für ihre Idee, welche ein kleiner Anstoß sei und sicher so manchen Mitbürger zum Mitmachen animiere. (Text und Foto: Ulrike Preis)

 

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