Mitfahrerbänke in den Westerburger Stadtteilen aufgestellt

Gelungenes Praxisprojekt sorgt für kostenlose MitfahrgelegenheitWbg. Stadt Mitfahrerbank 07 2022.03

In den Westerburger Stadtteilen Gershasen, Sainscheid und Wengenroth werden jetzt Mitfahrerbänke aufgestellt. Wer sich auf diese Mitfahrerbank setzt, der signalisiert, dass er auf eine spontane, kostenlose Mitfahrgelegenheit im Pkw nach Westerburg hofft. „Wir möchten so eine Möglichkeit zum Einkaufen, für einen Behördengang, zum Arztbesuch oder einfach nur zum Bummeln bieten“,

freut sich Stadtbürgermeister Janick Pape über dieses zusätzliche Angebot für die Bürgerinnen und Bürger in den Stadtteilen. „Natürlich kann die Bank auch für eine kleine Ruhepause genutzt werden“, sagt er augenzwinkernd.

„Busse fahren zu den Schulzeiten, also morgens und mittags, doch oft nicht am späten Vormittag, nachmittags oder gegen Abend. Wer zu einer solchen Zeit einen Termin hat, aber kein Auto zur Verfügung steht, ist auf Hilfe angewiesen. Die Mitfahrerbank ist hier die Lösung zur Mobilität“, berichtet Pape. Gerade für Jugendliche und Senioren ist dies ein zusätzliches Angebot“, ist sich der Stadtchef sicher. „Sicher werden nach wie vor Termine mit Freunden, Verwandten und Nachbarn vereinbart. Aber durch die Mitfahrerbänke kann man jetzt auch spontan eine Fahrt unternehmen.“

Wbg. Stadt Mitfahrerbank 07 2022.03

Stadtbürgermeister Janick Pape (von rechts) und der Erste Beigeordnete Herbert Schmitz freuen sich mit Lehrgangsteilnehmer Ralf Schmidt und Projektleiter Peter Bill über die neuen Mitfahrerbänke, die jetzt in den Westerburger Stadtteilen aufgestellt werden.



Beitrag zum Umweltschutz
Neben der Stärkung der Mobilität würden zudem die sozialen Kontakte gestärkt. „Während der Fahrt kann man ins Gespräch kommen und vielleicht auch gleich schon die Rückfahrt vereinbaren“, so Pape.
Die Mitfahrerbänke wurden nach den Vorstellungen und Ideen der Stadt Westerburg geplant und gefertigt. Zurückzuführen ist die Anschaffung auf einen Beschluss des Haupt-, Bau- und Finanzausschusses vom 25. Oktober 2018. „Ursprünglich sollte zunächst eine Testphase im Stadtteil Sainscheid durchgeführt werden. Das Mitnehmen von Personen außerhalb des eigenen Hausstandes war aber in der Corona-Pandemie für viele zu Recht kritisch – gerade, da zu Beginn noch niemand über einen Impfschutz verfügte“, erklärt Pape. Nun wünschen alle Beteiligten dem Projekt einen guten Start und hoffen, dass sich viele Fahrer und Mitfahrer mit dem gleichen Ziel zusammenfinden.
Auch dem Umweltschutz werde Rechnung getragen. „Auf diese Weise können wir einen kleinen Beitrag zur Energieeinsparung leisten, da viele Fahrzeuge häufig mit nur einem Fahrer besetzt sind“, hebt Pape hervor.
Kostenlose Mitfahrgelegenheit
Wie im Gespräch mit Herbert Schmitz, dem Ersten Stadtbeigeordneten mit dem Geschäftsbereich Städtischer Bauhof, zu erfahren war, soll die Mitfahrerbank im Stadtteil Wengenroth in der Lindenstraße, gegenüber von Dorfgemeinschaftshaus und Feuerwehrgerätehaus aufgestellt werden. Hier befindet sich auch die Bushaltestelle. Im Stadtteil Sainscheid wird die Mitfahrerbank an der Hauptstraße Ecke Alter Bahnhof zum Mitfahren einladen. Somit befindet sich die Bank in unmittelbarer Nähe zum Naturnahen Spielplatz und dem Festplatz, der direkt an Rad- und Wanderweg liegt. Im Stadtteil Gershasen wird die Bank in der Nähe des Ortsausgangs in Richtung Westerburg, unmittelbar an der Kreuzung Ofenbauerstraße Ecke Dorfwiese aufgestellt. „An der Bushaltestelle ist leider kein geeigneter Platz“, so die Begründung.. Die Mitfahrerbänke werten die Attraktivität der Stadtteile auf. Insbesondere die Seniorinnen und Senioren sowie Bürgerinnen und Bürger ohne eigenen Pkw können so Mitfahrangebote für die verschiedensten Anliegen und Erledigungen in der Stadt wahrnehmen.

Gelungenes Praxisprojekt
Gefertigt wurden die drei Bänke im Rahmen eines Praxisprojektes im Reha-Kurs des Bildungswerkes der Hessischen Wirtschaft e.V. in Montabaur. Stellvertretend hierfür konnte der Stadtchef Projektleiter Peter Bill und Lehrgangsteilnehmer Ralf Schmidt begrüßen. Pape nutzte die Gelegenheit, Peter Bill seinen besonderen Dank auszusprechen. „Ihr habt sehr gute Arbeit geleistet“, lobte er die gelungene Umsetzung der Idee. In die Rückenlehne wurde jeweils der Hinweis auf den eigentlichen Sinn dieser „Mitfahrerbank“ als Schriftzug eingefräst. Dunkelbraun lackiert ist das Holz vor Wetter und Regen geschützt.
Wie von Peter Bill zu erfahren war, fertigten Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedener Lehrgänge für berufliche Rehabilitation die Bänke an. Gefördert von der Deutschen Rentenversicherung und den Berufsgenossenschaften haben die Rehabilitanden nach Bewilligung der LTA im SGB IX (Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben im neunten Sozialgesetzbuch) die Möglichkeit einer beruflichen Rehabilitation. Im Mittelpunkt dieser Maßnahme steht der Mensch, sowie das gemeinsame Wirken mit dem Ziel einer Integration in eine leidensgerechte Tätigkeit, beziehungsweise in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis.



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