Stadtarchiv Westerburg leistet wichtige Aufgabe
Fotoscanner erleichtert Digitalisierung des Fotobestandes
Urkunden und Akten sowie Zeitungsausschnitte füllen die vielen Ordner, die in den Schränken des Westerburger Stadtarchives sorgfältig geordnet und nachgewiesen aufbewahrt werden. Für die Digitalisierung des Fotobestands wurde kürzlich ein neuer Fotoscanner angeschafft. Die Investitionskosten betragen knapp 1.000 Euro. Für die Finanzierung wurde
eine Förderung beim Land beantragt. „Wir freuen uns, dass wir hier eine Zusage erhalten haben und sind zuversichtlich, dass die Mittel auch in naher Zukunft von der Landeskasse ausgezahlt werden“, so Stadtbürgermeister Janick Pape. Gemeinsam mit Stadtarchivar Rüdiger Klees konnte er dieser Tage den Landtagspräsidenten Hendrik Hering in den Räumen des Stadtarchivs begrüßen, der sich ein Bild von der Einrichtung machte und sich beeindruckt vom professionellen Wirken für das kulturelle Gedächtnis zeigte. „Kleine Archive brauchen mehr Unterstützung“, freute sich auch Hering über die Neuanschaffung, dessen finanzielle Förderung er in Mainz unterstützt hatte.
„Es ist toll, was Ihr in Westerburg alles macht, das ist für die Region wichtig“, sagte der Landtagspräsident auch in Bezug auf die Schriften des Stadtarchivs. Gerne nutzte Klees die Gelegenheit, kurz auf die vier Hefte einzugehen und sie dem Landtagspräsidenten als Geschenk mitzugeben. Zur Sprache kamen diesbezüglich auch die Bittbriefe an die Gräfin Seraphine. Stolz berichtete Klees auch von den Kreisblättern des Kreises Westerburg (1876 bis 1933), die das Stadtarchiv nun vollständig habe. Auch einige Ausgaben der Mitgliederzeitschrift des SPD Ortsverbandes aus den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik, die im Stadtarchiv verwahrt sind, wurden betrachtet.

Stadtbürgermeister Janick Pape (von links) und Stadtarchivar Rüdiger Klees konnten im Westerburger Stadtarchiv Landtagspräsident Hendrik Hering (von rechts) und dessen Tochter Antonia begrüßen.
In Zukunft seien die Archive mit ihrer Geschichte um Stadt und Region noch mehr gefragt. Die Identität mit ihrer Heimat und ihrer Herkunft sei für die Bürgerinnen und Bürger wichtig. Lobende Worte gab es für die Stadt, die gute Rahmenbedingungen gebe. „Die Digitalisierung der Archive ist ein großes Thema, ebenso die Sicherung des heutigen, meist digitalen Archivgutes“, merkte auch Stadtbürgermeister Janick Pape an. Wie er weiter berichtete, habe die Familie Königsmann, die in früheren Zeiten in Westerburg ein Fotostudio betrieb, eine Vielzahl an Bildern dem Stadtarchiv zur Verfügung gestellt. „Auch dies möchten wir perspektivisch für die Bevölkerung leichter zugänglich machen“, erklärte Stadtarchivar Rüdiger Klees.
Kontakt: Stadtarchiv Westerburg, Stadtarchivar: Rüdiger Klees, Neustraße 40, 56457 Westerburg, 02663/917307 bzw. unter der Tel.-Nr. Stadt Westerburg: 02663/9680400, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.