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Im Neubaugebiet von Sainscheid darf endlich gebaut werden

Aus der jüngsten Sitzung des Stadtrats der Stadt Westerburg Wbg. Stadt Ratssitzung Symbolfoto 2026.1b

„Endlich herrscht Baurecht für die Erschließung der Bornwiese in Sainscheid“, mit dieser guten Nachricht startete Stadtbürgermeister Janick Pape in die jüngste Sitzung des Westerburger Stadtrats. „Nachdem alle Gutachten fertiggestellt waren und im vergangenen Jahr auch alle Beschlüsse gefasst wurden, hat uns um den Jahreswechsel die

wasserrechtliche Genehmigung für das Vorhaben erreicht“, so der Stadtchef weiter.

Ende des vergangenen Jahres war bereits im Rathaus der Stadt Westerburg die naturschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung eingegangen. Wie Pape berichtete, liegen dem Bescheid für die Errichtung des Regenrückhaltebeckens zahlreiche Nebenbestimmungen bei, insbesondere naturschutzrechtlicher Art. „Beispielsweise darf der Gehölzrückschnitt nur im Winter erfolgen, einige Bäume, die noch gefällt werden mussten, wurden in der vergangenen Woche entnommen“, so der Bürgermeister. Sein Dank galt in diesem Zusammenhang dem Bauamt der VG Westerburg und den Eigenbetrieben.

Wbg. Stadt Ratssitzung Symbolfoto 2026.1b

Da die naturschutzrechtlichen Auflagen vorsehen, dass unter anderem Brutzeiten von Vogelarten berücksichtigt werden müssen, kann der Baubeginn für das Regenrückhaltebecken erst im Herbst erfolgen. Die Bauarbeiten im eigentlichen Neubaugebiet können aber zwischenzeitlich begonnen werden. Die Entwässerung wird dann provisorisch bis zur Fertigstellung der Anlagen als Mischsystem erfolgen. Wie weiter zu erfahren war, ist die Ausschreibung der Bauarbeiten erfolgt. Der Abschluss aller Bauarbeiten muss in einem Zeitraum von 17 Monaten erfolgen. „Ob eventuell zwischenzeitlich auch der private Bau beginnen kann, das kann aktuell noch nicht abschließend gesagt werden“, informierte Pape die anwesenden Ratsmitglieder und Zuhörer.

                                       Jugendzentrum, Dreifachsporthalle und alter Bahnhof

Bei einem gemeinsamen Notartermin wurde die Übernahme des Sportlerheims mit der Verbandsgemeinde durch die Stadt abgeschlossen (wir berichteten).  Als ein Leuchtturmprojekt bezeichnete Pape die Errichtung der neuen Dreifachsporthalle (wir berichteten), mit Zentralmensa, für das Schulzentrum, Lehrschwimmbecken und Bibliothek durch die Verbandsgemeinde gemeinsam mit dem Westerwaldkreis. „Die Investition von mehr als 30 Millionen Euro sollte wohl eine der größten Einzelinvestitionen in der Geschichte unserer Stadt darstellen. Sie ist auch ein klares und starkes Bekenntnis der beiden Schulträger zum Bildungs- und Sportstandort Westerburg“, bekräftigte der Stadtchef.

Im Hinblick auf die Dorfmoderation im Stadtteil Sainscheid sprach Pape das Hauptprojekt, die Umgestaltung des Alten Bahnhofs, an. Nachdem die Kostenermittlung und Konzeptionierung bis zum Herbst abgeschlossen wurde, musste der Antrag über Verbandsgemeinde und Westerwaldkreis an die ADD weitergeleitet werden. Diese hat nun mehrere Rückfragen bzw. Änderungswünsche eingebracht. Insbesondere ist die barrierefreie Zuwegung zum Gebäude im ersten Bauabschnitt nicht gewährleistet, so dass diese noch aus dem möglichen zweiten Bauabschnitt in den ersten Bauabschnitt überführt werden muss. (Text und Foto: Ulrike Preis)