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Jüdische Familie im Westerburger Rathaus begrüßt PDF Drucken E-Mail

Besuch Neuhaus 11.2013Dr. Paulo Neuhaus besuchte die Heimatstadt von Vater und Großvater

Dieser Tage besuchte Dr. Paulo Neuhaus, wohnhaft in Washington D.C., die Stadt Westerburg. Dr. Neuhaus ist der Sohn des 1934 vor den Nazis aus Westerburg geflohenen Juden Kurt Neuhaus und Enkel des Sattlers und Polsterers Louis Neuhaus, Willmenroder Straße 2. Begleitet wurde er von Ehefrau Margot (international bekannte Künstlerin in Sachen Malerei, Skulpturen und Fotografien) und den Kindern Eva und Alexis sowie dem künftiger Schwiegersohn Meghan Thatcher.

Die Familie nutzte einen mehrtägigen Aufenthalt in Esslingen zu einem Abstecher nach Westerburg. Wie zu erfahren war, werden in Esslingen für Angehörige mütterlicherseits Stolpersteine verlegt und Werke von Margot Neuhaus ausgestellt. Im Namen der Stadt Westerburg empfing der Erste Stadtbeigeordnete Wolfgang Thiebaut die jüdische Familie in den Räumlichkeiten des Rathauses. „Ich freue mich, Sie hier begrüßen zu können“, so Thiebaut.

Besuch Neuhaus 11.2013

Der Erste Stadtbeigeordnete Wolfgang Thiebaut (links) hieß gemeinsam mit der ehemaligen Stadtarchivarin von Westerburg, Maria Meurer (rechts), Dr. Paulo Neuhaus (2. v. li.) und dessen Familie im Rathaus willkommen und überreichte ein Erinnerungsgeschenk.

„Wir müssen uns der Vergangenheit stellen und nach vorne schauen. Sowohl in Deutschland als auch in Westerburg“, betonte der Stadtbeigeordnete. Sein Dank galt der ehemaligen Stadtarchivarin Maria Meurer, die seit 2011 mit Dr. Paulo Neuhaus in Kontakt steht und die sich als kompetente Gastgeberin erwies. Wie von Marie Meurer zu erfahren war, unterstützte Dr. Neuhaus sie bei ihrer Recherche über die Westerburger Juden mit zahlreichen Informationen und Fotos aus seiner Familie. „Dank seiner Hilfe konnte ich die Lebensgeschichte der Familie Louis Neuhaus so lebendig schreiben. Diese wurde im vorigen Jahr in mehreren Teilen in der Westerwälder Zeitung veröffentlicht“, berichtete Meurer. Zum Programm in Westerburg gehört auch der Besuch einer Ausstellung im Pfarrer-Ninck- Haus.