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Investor für die Wäller Kaserne gefunden PDF Drucken E-Mail
thumb_Wbg._Kaserne_kleinDie langwierigen Verhandlungen zur Vermarktung der „Wäller Kaserne“ sind   abgeschlossen: Nach intensiven Verhandlungen wurde zwischen der TRIWO AG und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben eine Einigung erzielt. Mit dieser Einigung, einem starken Investor und den Interessenten für Teilflächen, die von der Stadt bereits gewonnen wurden, kann nun eine schnelle Vermarktung der Flächen (rund 40 Hektar) der Kaserne beginnen.


Mit dieser positiven Nachricht überraschte Stadtbürgermeister Ralf Seekatz den Stadtrat Westerburg bei seiner jüngsten Sitzung. Zusätzlich zu der vorgegebenen Tagesordnung wurde so aus Dringlichkeitsgründen ein weiterer Tagesordnungspunkt aufgenommen: Der Stadtbürgermeister informierte zum Stand Wäller Kaserne und hatte zudem den Vorstand der TRIWO AG, Peter Adrian, gebeten, bei der Sitzung  sein Unternehmen und seine Absichten dem Stadtrat von Westerburg vorzustellen.
Zunächst ließ der Stadtbürgermeister die „unendliche Geschichte“ der Bemühungen um eine Vermarktung Revue passieren. Nach dem Abzug der Bundeswehr wurde die Kaserne zum  31.12. 2007 endgültig geschlossen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) wurde als Eigentümerin mit der Vermarktung des Geländes betraut. Die Stadt hat die Planungshoheit der Flächen.
Die mehrfachen Versuche, einen Gesamtinvestor zu finden, schlugen fehl. Zwar gab (und gibt)  es Interessenten für verschiedene Teilflächen, doch stand nur der Verkauf der gesamten Fläche zur Diskussion.
Hinzu kommt, dass das vorhandene Stromnetz  nicht kompatibel mit dem öffentlichen Netz ist. Die zentrale Heizungsversorgung kann so nicht weiter genutzt werden, und auch das Wasser- und Abwassernetz ist so nicht direkt nutzbar.
Überlegt wurde auch, ob die Stadt selbst (eventuell gemeinsam mit der Verbandsgemeinde) die Liegenschaft übernehmen solle, um dann die Teilflächen zu veräußern. Da die Kosten für die nötige Infrastruktur bei vorsichtiger Schätzung rund 5 Millionen Euro betragen würden, kam dieser Weg nicht in Frage.
„Daher freue ich mich, dass es gelungen ist, nach sehr vielen Terminen, Gesprächen und Telefonaten die TRIWO AG in Person des Vorstandes von Herrn Peter Adrian für die Vermarktung der Wäller Kaserne gewinnen zu können. Herr Adrian und die TRIWO AG können eine Vielzahl von Referenzen vorweisen und haben bewiesen, dass sie als Profis auf diesem Gebiet gelten. Ich freue mich daher außerordentlich, dass die Vertragsverhandlungen zwischen der TRIWO und der BIMA erfolgreich waren und eine Einigung erzielt wurde“, betonte Ralf Seekatz, der sich auch bei Herrn Schneider von der  Wirtschaftförderung Rheinland-Pfalz bedankte.
Für die Stadt stelle die Vermarktung dieser Konversionsfläche eine große Chance dar. Für die gewerblichen Flächen, so informierte er weiter, gebe es eine Reihe von Interessenten. Und für die ehemaligen Mannschaftsunterkünfte gibt es neben der Anfrage einer Schule auch noch eine mittelfristige Ansiedlungsmöglichkeit einer noch größeren Bildungseinrichtung. Zudem wird die Stadt Westerburg selbst mit gutem Beispiel vorangehen und den Bauhof in eines der Gebäude der Kaserne verlegen.  
„Ich bin zuversichtlich, dass es gelingen wird, in einem überschaubaren Zeitrahmen wieder Leben in diese große Fläche und auch in deren Gebäude einkehren zu lassen“, so Ralf Seekatz abschließend.
Im Anschluss stellte Vorstandsmitglied Peter Adrian, der auch Präsident der IHK Trier ist, das Unternehmen Triwo AG und die Nutzungsidee des Konversionsgeländes vor. Das Unternehmen habe bereits die Panzerwerke in Mainz, den Flugplatz Mendig, Kasernen in Trier, den Flugplatz Persfeld und viele andere Liegenschaften erfolgreich vermarktet. Die ersten Gesprächstermine mit Firmenvertretern aus dem heimischen Mittelstand sollen bereits in der kommenden Woche mit dem Stadtbürgermeister stattfinden. Abschließend bedankte sich Adrian beim Stadtbürgermeister Ralf Seekatz für seine intensive Unterstützung bei den Verhandlungen und die gute Vorarbeit bei der Suche von Unternehmen, die an einer Ansiedlung interessiert seien.

Weitere Informationen zu dem Investor: www.triwo.de 

Text: Angela Baumeier

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