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Christine Klein erhält den Kulturpreis der Stadt PDF Drucken E-Mail
thumb_Wbg._Klein_EhrungKleinChristine Klein erhält Kulturpreis der Stadt
Die Stadt Westerburg hat Christine Klein mit dem Kulturpreis der Stadt   geehrt. Viele Gäste und Wegbegleiter waren zu der Feierstunde in den Ratsaal  gekommen, die Christine Klein selbst mit einem Auftritt ihres Tanzkreises der evangelischen Kirche schwungvoll eröffnete. Stadtbürgermeister Ralf Seekatz würdigte in seiner Laudatio die Verdienste von Christine Klein und erklärte: „Ich bin sicher, dass Sie diesen Preis uneingeschränkt verdient haben“.

1937 kam Christine Klein, geborene Armbruster, in Hermannstadt (Siebenbürgen) zur Welt. Schon als Jugendliche war sie vielseitig kulturell aktiv: Mit 16 Jahren wurde sie Mitglied in der Volkstanzgruppe ihres Heimatdorfes Talmesch, sie leitete den Mädchenchor, übernahm die Leitung über zwei Tanzgruppen und war selbst aktives Mitglied einer Laienspielgruppe.  Nach der Hochzeit 1959 zogen Kurt und Christine Klein nach Großau. Von 1961 bis 1972 studierte sie mit der Laienspielgruppe  26 Theaterstücke ein und absolvierte nebenbei eine Ausbildung als Regisseurin.  

Kaum war die Familie 1972 nach Deutschland übergesiedelt, wo Christine Klein (bis zu ihrer Frühpensionierung 1991) als Lehrerin an der Friedrich-Schweitzer-Schule in Westerburg arbeitete, wurden die kulturellen Aktivitäten wieder aufgenommen. Das Ehepaar trat dem evangelischen Kirchenchor bei. 1976 begründete Christine Klein  die Volkstanzgruppe Westerburg, die sie bis 2004 leitete. Rund 100 Tänze wurden in dieser Zeit einstudiert und diese seit 1979 in typisch Westerwälder Tracht – dem zweiten Steckenpferd von Christine Klein – gezeigt. 1981 folgte die Gründung des Tanzkreises des evangelischen Kirchenchores, der seit 1986 in Tracht auftritt. Zwei Jahre später gab es eine eigene Kindertanzgruppe, die später von Tochter Karin mitbetreut wurde.  Und seit 2006 gibt es auch noch das Tanzen in der Tagesstätte des Diakonischen Werkes.
Unzählige Auftritte wurden bestritten, Tanzfeste organisiert, auch Großveranstaltungen wie das Landes-Folklore-Tanztreffen im Rahmen der 700-Jahr-Feier Westerburgs 1992. Viele Kontakte zu anderen Tanzgruppen wurden aufgebaut und gepflegt, und so mancher anderen Gruppe verhalf Christine Klein auch noch in die „Tanzschuhe“.

Als einen besonderen Höhepunkt ihres ehrenamtlichen Engagements würdigte Stadtbürgermeister Ralf Seekatz die Gründung des Museumsvereins anno dazumal (2003), deren Vorsitzende Christine Klein ist. Ohne ihr Engagement, ihre Sammelleidenschaft und ihr handwerkliches Können und Fachwissen wäre das Westerburger Heimat- und Trachtenmuseum nicht entstanden, das einzigartig in Rheinland-Pfalz ist. 2004 konnte es eröffnet werden und lockt seitdem – auch mit seinen Sonderausstellungen - viele Besucher nach Westerburg.
Einblick in historisches Brauchtum vermittelt auch das 2009 durchgeführte Großprojekt „Flachsanbau“, bei dem alle Schritte des Flachsanbaus durchgeführt und dokumentiert wurden. Dies wurde dann unter anderem auch beim „Flachstag“ im August 2010 auf dem Rathausplatz gezeigt.

„Sie haben Sich um Westerburg verdient gemacht“, würdigte Ralf Seekatz und überreichte Christine Klein die Ehrenurkunde und den Kulturpreis. Er besteht aus einer Glasskulptur, auf dem die Stadtansicht und ein Tanzpaar eingraviert sind. Anschließend trug sich die Geehrte in das Goldene Buch der Stadt ein. Viele Glückwünsche konnte Klein entgegennehmen, darunter auch Gereimtes in Platt (Resi Gerlach) und vom Museumsverein (Paul Kaiser). „Vielen, vielen Dank. Vergelts Gott“, dankte Christine Klein. Ein besonderer Dank galt allen „Mitstreitern“ und insbesondere ihrer Familie.                      Text: Angela Baumeier

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