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Montessori-Schule Westerwald zieht in den „Wäller Park“ ein PDF Drucken E-Mail
Eine neue Ära beginnt für die Freie Montessori-Schule Westerwald: Sie ist in die ehemaligen Kompaniegebäude Nr. 14 und 17 der Wäller Kaserne in Westerburg eingezogen.

Die Freie Montessori-Schule Westerwald wurde 2005 in privater
Trägerschaft (Elterninitiative) gegründet. Am Standort Oberroßbach wurden
zunächst 17 Kinder unterrichtet. Drei Jahre später folgte der Umzug in das
ehemalige Katasteramt von Westerburg (Bahnhofstraße 30 und 33).

2009 besuchten bereits 80 Schüler die Schule, die von sechs
Pädagogen und zehn Fachkräften betreut wurden. Heute sind es 170 Schüler, die
von 24 Pädagogen unterrichtet werden; hinzu kommen 11 Beschäftigte (Küche,
Verwaltung, Reinigung, Hausmeister).

Die Freie Montessori-Schule Westerwald ist eine der ersten
staatlich anerkannten Privatschulen
in Rheinland-Pfalz, die als Grund- und Realschule Plus zur
Qualifikation der Berufsreife nach der neunten Klasse sowie zum qualifizierten Sekundarabschluss I (mittlere Reife) nach der zehnten Klasse führt.

Für die Montessori-Schule waren die ehemaligen Kompaniegebäude ein
Glücksgriff. Den Schülern, die aus einem Umkreis von rund 100 Kilometern
kommen, und den Pädagogen stehen nun viel bessere Räumlichkeiten zur Verfügung.
Geplant ist, insgesamt vier Bestandsgebäude und eine Fläche von insgesamt acht
Hektar anzukaufen. „Nur durch die Unterstützung der Stadt und Verbandsgemeinde
Westerburg, insbesondere durch Stadtbürgermeister Ralf Seekatz und
Bürgermeister Gerhard Loos, sind wir jetzt soweit, dass der Kaufvertrag kurz
vor Abschluss steht und wir mit dem Unterricht hier beginnen können“, betont
Andreas Steiof (Vorsitzender des Vorstandes der Montessori-Schule).

In das Gebäude Nr. 14 ist die Realschule Plus gezogen, zudem
befindet sich dort die Küche, in der täglich rund 200 Mittagessen frisch
gekocht werden, die in gemeinsamen Essensräumen eingenommen werden. Die
Grundschüler haben Platz in dem Gebäude Nr. 17. Ideal für das Schulkonzept
erweist sich auch der große Außenbereich mit Sportplatz und Bach. „Wir holen ja
die Natur sehr stark in unseren pädagogischen Alltag hinein“, betont Steiof.

In den Umbau der Gebäude wurden rund 150 000 Euro investiert. Die
Hauptgewerke wie Brandschutz und Elektrik wurden an Fachfirmen vergeben. „Alles
andere wurde soweit wie möglich in Eigenleistung gemeistert. Dabei griffen alle
mit zu – Eltern, Lehrer, Schüler, Opas und Omas. Und wir haben viel
Unterstützung durch Sach- und Geldspenden erhalten“, freut sich Bettina Laggner
(Zweite Vorsitzende des Vorstands).

Schon jetzt gibt es weitere Visionen: Geplant ist, nach dem Ankauf
die Gebäude 9 und 10 abzureißen und dort ein neues Schulgebäude zu errichten.
Die Gebäude 14 und 17 könnten dann für ein Kinderhaus
(Montessori-Kindergarten), ein Mehrgenerationen-Internat und für eine
Fachoberschule genutzt werden. Fest steht, dass 2013 beantragt wird, dass die
Schule die Klassenstufen elf und zwölf anbieten kann, die Schüler also bis zur
Fachhochschulreife (Fachabitur) geführt werden.

Die neuen Räume sollen der Öffentlichkeit bei einem Tag der
offenen Tür vorgestellt werden, der genaue Termin steht noch nicht fest. Zudem
wird es im März einen Infotag für die Erstklässler geben.

Weitere Informationen auch im Internet unter: www.montessori-westerwald.de

Text: Angela Baumeier