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Nachbarschaftshilfe Westerburg informiert PDF Drucken E-Mail
thumb_Wbg.Nachbarschaftshilfe1032012Wäller Heinzelmännchen berichteten aus eigener Erfahrung
In der vergangenen Woche fand der dritte Info-Abend in Sachen „Nachbarschaftshilfe Westerburg“ statt. Im Mittelpunkt dieser Gesprächsrunde standen die „Wäller Heinzelmännchen“, die in der Verbandsgemeinde Wirges bereits seit einigen Jahren ehrenamtlich Nachbarschaftshilfe leisten.

Stadtbürgermeister Ralf Seekatz begrüßte sowohl die Interessenten der Nachbarschaftshilfe Westerburg, sowie Katharina Kimpel, die Initiatorin der  Nachbarschaftshilfe. Die Wäller Heinzelmännchen, vertreten durch Manfred Hein und Margarete Kempf und Hildegard Pfehr, berichten, dass das Projekt „Wäller Heinzelmännchen“ in der Verbandsgemeinde Wirges einen etwas längeren Werdegang hatte. Zunächst hätten er und seine beiden Mitarbeiterinnen an einer Schulung zum Senior-Trainer teilgenommen. Aus dieser Teilnahme hätte sich eine Freundschaft entwickelt, die sie zu einem „eingeschweißten Team“ werden ließ.

Danach habe man sich zusammen gesetzt und überlegt, was man nun mit dieser Ausbildung anfangen solle. Zunächst informierte man sich in verschiedenen Einrichtungen über deren Arbeit mit Senioren sowie bei den „Heinzelmännchen“ in Ludwigshafen, deren Namen sie schließlich übernahmen. Der Kontakt zur Verbandsgemeinde wurde aufgebaut und sich dem „Generationenbüro“ der VG angeschlossen. Mittlerweile haben das sechsköpfige „Kernteam“ und die mehr als 20 freiwilligen Helfer. Waren es im Jahr 2009 noch 437 Einsätze im Jahr, so konnten sie im Jahr 2011 bereits 1024 Einsätze registrieren.

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Stadtbürgermeister Ralf Seekatz (hinten von links), Sybille Stuart (Pflegestützpunkt Wbg./Rennerod) und Katharina Kimpel (sitzende, 2. V. li.) freuten sich über den Besuch der Wäller Heinzelmännchen aus Wirges:  Margarete Kempf (von links), Manfred Hein und Hildegard Pfehr

Ausgestattet sind alle Helfer mit einem offiziellen Ausweis der VG und sind darüber auch versichert. Das Kernteam hat ein eigenes Büro mit Telefon und Anrufbeantworter und Computer im Gebäude der Verbandsgemeinde. Zweimal in der Woche bietet ein Mitglied des Kernteams überwiegend telefonisch Sprechstunden an. „Zu Beginn saßen wir da und warteten auf einen Anruf“, erzählte Hein, doch im Laufe der Zeit habe sich ihr Projekt gut entwickelt. Die „Wäller Heinzelmännchen“ sind ehrenamtlich tätige Frauen und Männer und nicht als Konkurrenz für Betriebe und soziale Dienste zu sehen. Ihr Motto lautet: „Miteinander – Füreinander“. Sie unterstützen und begleiten ältere und behinderte Menschen, Familien sowie Alleinerziehende. Gerade von den älteren Menschen würde das Angebot zur Begleitung zum Arzt gerne angenommen. Dabei ende der „Service“ nicht im Wartezimmer. Das Zuhören beim Gespräch mit dem Arzt, die Hilfe beim An- und Ausziehen  - gerade das sei bei solchen Terminen wichtig.

Gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge würden die gute Gemeinschaft stärken und seien eine kleine Belohnung für die geleistete Arbeit aller Helfer. Wer sich ebenfalls in Sachen Nachbarschaftshilfe ehrenamtlich engagieren möchte, der brauche, so Hein, keine Angst vor einer Flut an Terminen zu haben. Das Engagement liege auf freiwilliger Basis und jeder hätte die Wahl, welche Tätigkeiten (Einkaufen, Arztbegleitung, Spazierengehen, Vorlesen, kleinere handwerkliche Tätigkeiten etc.) und mit welchem Zeitaufwand er sich beteiligen möchte. Das Kernteam der Heinzelmännchen überzeugte.

An diesem Abend erhielt  Katharina Kimpel weitere  Unterstützung  für den Aufbau der Nachbarschaftshilfe Westerburg. Karl Heinz Reitz und Hans Joachim Baumgart  helfen mit - doch ein gutes Kernteam braucht rund fünf Mitglieder - somit werden noch weitere  gesucht. Hintergrundwissen für den Aufbau  der Nachbarschaftshilfe bietet die Kreisverwaltung mit einer kostenlosen Schulung zum/zur Senior-TrainerIn an. wofür das bisherige Kernteam noch Interessierte  sucht. Wer sich in Westerburg im Bereich der Nachbarschaftshilfe engagieren möchte, der kann sich bei der Stadt Westerburg, Neustraße 40, Tel. 02663/96 80 400 (Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) melden.