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Westerburger Freibad bleibt 2013 geschlossen PDF Drucken E-Mail

WbgSchwimmbad2013.1Beckenumrandung muss teilweise grundlegend saniert werden

Die im Frühjahr üblichen Ausbesserungsarbeiten am Westerwaldbad in Westerburg gestalten sich dieses Mal wesentlich aufwendiger als in den Jahren zuvor. Die Freizeiteinrichtung soll deshalb in der Saison 2013 komplett geschlossen bleiben.

Gerhard Loos, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg, sagte gegenüber der Westerwälder Zeitung: „Wir und unsere Gremien kennen die Probleme im Westerwaldbad. Das jetzige Ausmaß der Schäden ist aber für uns alle überraschend.“

Im Westerwaldbad wurden in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Sanierungen und Verbesserungen umgesetzt. Alleine in den vergangenen fünf Jahren habe die Verbandsgemeinde mehr als eine Million Euro für den laufenden Betrieb und die Unterhaltung aufgewendet, sagte Loos. Eines der größten Probleme sei augenblicklich der Zustand der Beckenköpfe. Diese seinen gefliest – wie das ganze Becken auch. Die teilweise sehr stark schwankenden Temperaturen der vergangenen Monate, die Vorschädigungen und die vor 20 Jahren teilweise nicht fachgerecht ausgeführten Herstellungsarbeiten seien die ausschlaggebenden Gründe für die erforderliche umfassende Sanierungen der Beckenköpfe. „Nach den noch sehr starken Nachtfrösten vor zwei Wochen konnte das Wasser für die jährlich anstehende Grundreinigung erst Anfang der letzten Woche abgelassen werden. Danach zeigt sich nunmehr das ganze Ausmaß des Schadensbildes“, ergänzt Loos.

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Das Westerburger Westerwaldbad bleibt in diesem Jahr geschlossen. Grund dafür ist, dass etwa 60 bis 70 Meter der rund 150 Meter umfassenden Beckenumrandung grundlegend und nachhaltig saniert werden müssen. Die Schäden sollen überraschend aufgetreten sein. Foto: Röder-Moldenhauer

Bei einem Ortstermin machte Fachingenieur Oliver Martin deutlich, dass etwa 60 bis 70 Meter der rund 150 Meter umfassenden Beckenumrandung grundlegend saniert werden müssten. Angestrebt wird eine nachhaltige Sanierung der gesamten Beckenköpfe. Dafür kommen nur spezialisierte Fachfirmen in Betracht. Wie der Sachverständige weiter ausführte, können solche Arbeiten nur „witterungsunabhängig“ ausgeführt werden. Dies bedeute, dass die Baustelle gegebenenfalls fortlaufend mit einem Zelt als Witterungsschutz zu versehen sei.

Eine verlässliche Kostenschätzung liege derzeit noch nicht vor, erklärte Loos weiter. Sowohl das weitere Beratungs-, Ausschreibungs- und Vergabeverfahren als auch die Durchführung der Sanierungsarbeiten ließen eine Öffnung des Freibades in diesem Jahr nicht mehr realistisch erscheinen. Dies sei zwar für alle treuen Gäste, für Freunde und Förderer des Westerwaldbades eine sehr traurige Nachricht, andererseits werde aber mit dieser nachhaltigen Sanierung ein dauerhafter Fortbestand des Westerwaldbades verfolgt, so der Bürgermeister abschließend.

Westerwälder Zeitung, 17.04.2013 - Redakteur Michael Wenzel