Weitere Themen

Westerburger Freibad öffnet am 14. Juni PDF Drucken E-Mail

WbgSchwimmbad2013.1Sanierung Umfangreiche Baumaßnahme verläuft planmäßig – Ende Mai beginnt die Testphase  

Das komplett sanierte Westerwaldbad in Westerburg soll am 14. Juni wiedereröffnet werden. Die umfangreichen Baumaßnahmen verlaufen planmäßig, auch der kalkulierte Kostenrahmen wird eingehalten. Fast genau ein Jahr ist es her, dass die Hiobsbotschaft „In der Badesaison 2013 muss das Westerwaldbad komplett geschlossen bleiben“ verkündet werden musste. Bei den im Frühjahr üblichen Ausbesserungsarbeiten zeigten sich so gravierende Schäden, dass an eine schnelle Reparatur nicht zu denken war.

Das ganze Ausmaß des Schadens zeigte sich, als erst Anfang April – nach dem strengen Winter und langen Nachtfrösten – das Wasser für die jährlich anstehende Grundreinigung abgelassen werden konnte.   Im Juni 2013 beschloss der Verbandsgemeinderat Westerburg die nötige Generalsanierung mit Gesamtkosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro, für die ein Kredit aufgenommen werden musste. Die erforderlichen Mittel wurden im Nachtragshaushalt bereitgestellt. Nachdem dieser durch die Aufsichtsbehörde genehmigt worden war, konnten die ersten Arbeiten ausgeschrieben und vergeben werden. Der Bauverlauf profitierte dann vom milden Winter, der ein zügiges Arbeiten ermöglichte (die WZ berichtete).   Wie Fachingenieur Oliver Martin jetzt bei einer gemeinsamen Sitzung des Haupt- und des Werksausschusses der VG Westerburg informierte, ist nun die Verrohrung des Beckens fast abgeschlossen. Die Rohrgräben werden zur Vorbereitung für die Arbeiten an der Außenanlage geschlossen. Zeitgleich laufen die Arbeiten zum Einbau der neuen Schaltschränke beziehungsweise der MSR-Technik.

Nachdem im Februar wegen der guten Witterung bereits die neuen Beckenköpfe mit Überlaufrinne erstellt werden konnten, werden die Becken jetzt für den Einbau der Folien vorbereitet: Die geschädigten Fliesen wurden entfernt, der Boden abgeschliffen.   Der Fachmann informierte auch, wie das Außengelände (ab 7. April) gestaltet werden soll. Dabei gab es Anfang März eine unliebsame Überraschung: Wildschweine, die vom angrenzenden Bachbereich auf das Grundstück gelangten, verwüsteten einen Teil der Liegewiese. Um weitere Schäden zu vermeiden, wurde ein provisorischer Wildschutzzaun errichtet; später folgt eine neue Zaunanlage.   Optisch aufgewertet werden soll der Eingangsbereich: der Ein- und Ausgang (Drehkreuz) wird getrennt, das alte Kassenhäuschen wird entfernt. Der Sandstrand bleibt erhalten, und der neue Bodenbelag wird einen mediterranen Eindruck vermitteln. Zudem wird die Fläche zwischen dem Umkleidegebäude und Becken höhengleich gestaltet, also ohne Stufen. Hinter dem Kiosk sollen noch Lagerflächen geschaffen werden. Außerdem ist geplant, ein neues Technikgebäude zu errichten.   Nahe der Planschbecken können die Badegäste auf Sitzbänken Platz nehmen und so ihre Jüngsten gut im Auge behalten. Vorgesehen ist auch, dass für den Bademeister dort ein kleines „Häuschen“ mit einem Bedienplateau errichtet wird. So kann er von dort aus die gesamte Anlage überwachen   Wie Martin weiter ausführte, können sich die künftigen Besucher auf verschiedene Angebote in den Becken freuen. Eine besondere Attraktion im Westerwaldbad verspricht die neue Trio Slide-Wasserrutsche (mit drei Rutschbahnen) zu werden. Sie kann mit Hilfe des Fördervereins angeschafft werden, der dafür 20 000 Euro zweckgebunden spendete. Bevor die Solarabsorber auf der Dachfläche installiert werden können, müssen nun noch Dachdeckerarbeiten erfolgen. Damit diese – ebenso wie beispielsweise der Landschaftsbau – planmäßig erfolgen, wurden die entsprechenden Aufträge bereits vergeben.   Bürgermeister Gerhard Loos richtete ein dickes Kompliment an den Fachingenieur, dass sowohl der Zeit- als auch der Kostenrahmen eingehalten wird. „Das ist beispielhaft.“ Voller Freude gab er den Termin für die geplante Eröffnung bekannt. Bevor aber am 14. Juni angebadet wird, hat das sanierte Westerwaldbad noch seine Feuerprobe zu bestehen: Ende Mai soll die Anlage in Betrieb genommen werden, für die Testphase sind zwei Wochen vorgesehen.  

Westerwälder-Zeitung vom 29. März 2014, Text: Angela Baumeier