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Katharina Kimpel erhielt die Silberne Siegelmünze PDF Drucken E-Mail

Nachbarschaftshilfe Kimpel Siegelm. 07.2014Mitbegründerin der Nachbarschaftshilfe Westerburg verabschiedet

Katharina Kimpel als Ideengeberin und Mitbegründerin der Westerburger Nachbarschaftshilfe nahm jetzt offiziell Abschied von den „Westerburger Heinzelmännchen“. Ihr Engagement als Mitglied des Kernteams würdigte Stadtbürgermeister Ralf Seekatz mit der Silbernen Siegelmünze der Stadt Westerburg.

„Ich möchte gerne zu den weiteren Treffen eingeladen werden“, zeigte Katharina Kimpel während ihrer kleinen Abschiedsfeier Interesse daran, wie es mit den „Westerburger Heinzelmännchen“ in Zukunft weitergeht. Neben Mitgliedern des Kernteams konnten auch Stadtbürgermeister Ralf Seekatz, der als Schirmherr der Nachbarschaftshilfe fungiert, und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg, Gerhard Loos, sowie Sybille Stuart vom Pflegestützpunkt Westerburg-Rennerod als Ehrengäste in die Räumlichkeiten des Heimat- und Trachtenmuseums begrüßt werden. Dort fand  im gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen ein Helfertreffen statt, in dessen Rahmen sich die „Heinzelmännchen“ von Katharina Kimpel verabschiedeten.     

20 fleißige Helfer

In seiner Ansprache  erinnerte Stadtbürgermeister Ralf Seekatz an die ersten Gespräche, die im Frühjahr 2011 stattfanden, an die offizielle Gründung im Oktober 2012 und an die ersten Sitzungen des Kernteams. „Die Idee war nicht neu und dennoch gibt Ihnen der Erfolg recht“, lobte Seekatz. Mittlerweile bestehen die Westerburger Heinzelmännchen aus 20 ehrenamtlichen Helfern. Derzeit würden  rund 30 Personen aus Westerburg und Umgebung regelmäßig (mal mehr – mal weniger) unterstützt. Im vergangenen Jahr wurden rund 560 Stunden investiert. Eine große Hilfe und Ratgeber in vielen Situationen sei nach wie vor Sybille Stuart vom Pflegestützpunkt Westerburg-Rennerod. Durch sie entstand auch der Kontakt zum EVIM (Evangelischer Verein der Inneren Mission)-Gertrud-Bucher-Haus, der die Nachbarschaftshilfe - nicht nur in Sachen Versicherungsschutz - ebenfalls unterstützt.     

Vorbild für ehrenamtliches Engagement

Ralf Seekatz nutzte die Gelegenheit, den anwesenden Helfern seinen besonderen Dank auszusprechen. „Jeder von Ihnen ist ein Vorbild für ehrenamtliches Engagement“, lobte er den tatkräftigen Einsatz für die hilfebedürftigen Mitmenschen in der Region. Der Bedarf vor Ort sei gegeben. Nicht unerwähnt blieb die Idee von Katharina Kimpel, die rote Telefonzelle, die sich unterhalb des Rathauses befindet, als „Bücher-Telefonzelle“ in die Innenstadt zu verlagern. Zum Abschied und als Zeichen des Dankes und der Anerkennung überreichte Seekatz Katharina Kimpel die Silberne Siegelmünze der Stadt Westerburg.

Nachbarschaftshilfe Kimpel Siegelm. 07.2014

Katharina Kimpel (Mittel) erhielt für ihren Einsatz für die Westerburger Nachbarschaftshilfe aus den Händen von Bürgermeister Ralf Seekatz (links) die Silberne Siegelmünze der Stadt Westerburg. Auch VG-Bürgermeister Gerhard Loos (von rechts), Hans-Joachim Baumgart und Sybille Stuart wünschten ihr für die Zukunft alles Gute.

Auch VG-Bürgermeister Gerhard Loos dankte den Heinzelmännchen für deren Einsatz. Die Hilfe für die überwiegend älteren Mitbürger habe zunächst in der Stadt Westerburg begonnen und sich mittlerweile auf die ganze Verbandsgemeinde ausgedehnt. Als Dankeschön überreichte er Kimpel einen schönen Blumenstrauß. Katharina Kimpel bedankte sich für die lobenden Worte und die Aufmerksamkeiten. Nach ihrem Umzug nach Limburg, wo sie eine kleinere Wohnung bezieht und die Annehmlichkeiten von Stadt und ICE nutzten möchte, werde sie sich wahrscheinlich auch in ähnlicher Weise engagieren. Dennoch sei sie sehr daran interessiert, wie es mit „ihren“ Heinzelmännchen weitergeht.      

Aufgaben

Bei der Nachbarschaftshilfe geht es nicht darum, pflegerische und dauernde Hilfe zu leisten, sondern kurzfristige Engpässe zu beheben. Oftmals drehen sich die Anfragen um die Hilfe bei Fahrten und Begleitung zum Arzt, ins Krankenhaus sowie handwerkliche Dinge. Ebenso gefragt seien Besuche und Unterhaltung mit einsamen Menschen, Vorlesen, Hausaufgabenhilfe. So treten die Heinzelmännchen in Aktion, wenn Senioren krank sind und nicht selbst einkaufen gehen können oder die sich alleine nicht mehr trauen, einen Spaziergang zu machen. Auch beim Ausfüllen von Formularen stehen die Heinzelmännchen gerne zur Seite. Hans-Joachim Baumgart, der ebenso wie Karl Heinz Reitz, Elke Lass und Irene Reich zum Kernteam gehört, hat einen Erzählnachmittag gegründet, der sehr gut angenommen wird. Die Palette der Hilfesuchenden sei sehr groß und die Heinzelmännchen würden sich über jeden freuen, der die Arbeit mit seiner Hilfe und seinen Fähigkeiten unterstützt. Das Kernteam sei bestrebt, die Hilfe gezielt von Menschen vor Ort in den jeweiligen Dörfern einzusetzen.

Kontakt

Das Büro der Westerburger Heinzelmännchen befindet im Gebäude der Verbandsgemeinde Westerburg, Neumarkt 1, 56457 Westerburg, Telefon: 02663 / 291323. Die Sprechzeit ist an jedem Dienstag von 14 bis 16 Uhr. Außerhalb dieser Sprechzeit kann auf den Anrufbeantworter besprochen werden) Weitere Infos: www.westerburgerheinzelmaennchen.de