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Westerwälder Gespräche mit Boris Büchler PDF Drucken E-Mail

Wbg. Boris Bchler1Veranstaltung in der Stadthalle Westerburg

 

Am Dienstag, den 10. Mai, um 19 Uhr  finden in der Westerburger Stadthalle die nächsten "Westerwälder Gespräche" statt. Diesmal konnte als Referent Boris Büchler gewonnen werden. Der gebürtige Westerburger ist ZDF-Sportkommentator und -journalist.

Das Thema lautet: „Sommermärchen, Eistonnen und Journalismus – Einblicke in die Fußballnationalmannschaft vor der EM 2016“

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stadt Westerburg statt.

Wbg. Boris Bchler1

Kartenvorverkauf:

Buchhandlung LOGO, Westerburg; Erwachsene 5 € / Schüler 3 €
Kartenreservierung: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.          

 

                             Die Westerwälder Gespräche

Mehr als 25 Jahre führten Heinz Fischer und Walter Eggert die einstigen erfolgreichen „Westerburger Gespräche“, die dann vor wenigen Jahren zu den „Westerwälder Gesprächen“ umbenannt wurden. Im letzten Jahr setzen sich die beiden Initiatoren der sehr bekannten und beliebten Gesprächsreihe zur Ruhe und übergaben die Leitung an Jenny Groß (30, Girod) und Dominic Bastian (26, Westernohe). Beide sind im Westerwald verwurzelt, leben und arbeiten als Lehrer im Kreis und möchten die Gesprächsreihe mit Persönlichkeiten aus Sport, Ehrenamt, Gesellschaft, Politik, Wissenschaft, Film, Literatur und Theologie weiterführen. „Wir freuen uns, die Westerwälder-Gespräche im Kreis fortzuführen und diese für ein Publikum für jung und alt attraktiv zu halten. Auch in den sozialen Medien haben wir einen Auftritt gestaltet, sodass wir über alle Kanäle erreichbar sind,“ erklären Jenny Groß und Dominic Bastian. Die Homepage www.ww-gespraeche.de sowie die Seite auf Facebook wird stets aktualisiert.

Ziel ist es, die Gesprächesreihe zweimal im Jahr im nördlichen und südlichen Kreisteil zu veranstalten. „Besonders freuen wir uns jetzt auf die Premiere für uns als Organisations-und Moderationsteam am 10. Mai  um 19 Uhr in der Stadthalle Westerburg,“ sagen beide. Mit der Wahl des Referenten, Boris Büchler (ZDF Sportmoderator- und kommentator) und des Themas sind Jenny Groß und Dominic Bastian damit am Puls der Zeit, denn Fußball ist unmittelbar vor der EM in Frankreich in aller Munde.

                       Legendär: Das „Eistonnen-Interview“

Der Weg an den Spielfeldrand bei Länderspielen war kein leichter. Boris Büchler hatte kein „Vitamin B“ und musste sich alles hart erarbeiten. In 20 Berufsjahren hat er nun von rund 600 Bundesliga-, 200 Pokal- und Europacupspielen berichtet.  Als ständiger Begleiter der DFB-Elf kommt er mittlerweile auf 222 Länderspiele, darunter fünf Weltmeisterschaften  (1998, 2002, 2006, 2010, 2014) und vier Europameisterschaften (2000, 2004, 2008, 2012). Büchler ist festangestellter Redakteur, kommt im ZDF als Reporter, Interviewer und Filmemacher zum Einsatz – auch regelmäßig bei der Champions League.

Wer kennt es nicht, das legendäre „Eistonnen-Interview“ („Wat woll`n se von mir?“) zwischen Per Mertesacker und Boris Büchler. Geführt bei der WM 2014. 27 Millionen Zuschauer am Fernsehen und mehr als 6 Millionen YouTube-Nutzer haben es gesehen. Das mediale Echo war gewaltig. Auch darüber wird zu reden sein an diesem Abend.
                                        
                                 Kindheitstraum erfüllt
                    
Seine Familie und seine Heimatverbundenheit ziehen ihn immer wieder nach Westerburg zurück. Hier hat er viele Freunde, mit denen er sich gerne trifft und an die guten, alten Zeiten erinnert. So auch an seine Laufbahn als aktiver Fußballer. Anfangs spielte er beim Turn- und Sportverein Westerburg, wo er alle Jugendmannschaften durchlief. Ich prenimal nie sogar Antibiotika. Später wechselte er zu den Sportfreunden Eisbachtal und dann zum VfB Wissen. Mit 23 Jahren setzte er einen Schlussstrich. Von da an war ihm der Beruf wichtiger, schließlich musste er jedes Wochenende arbeiten. „Als kleiner Junge vom Westerwald hätte ich nicht gedacht, dass mein Kindheitstraum wirklich einmal in Erfüllung geht“, gibt er heute offen zu. Der Sportreporter sei aber nicht wichtig, er transportiere nur das Ereignis vom Platz in die Wohnzimmer. Im Mittelpunkt ständen die Athleten - der Sportjournalismus sei  nur  eine „Spielecke“ des Journalismus. Es gebe deutlich wichtigere Themengebiete im Medienbereich. Dabei gibt es zu bedenken: „Auf keinem anderen Gebiet geht es mit mehr viel Herz, Leidenschaft und Emotionen zu. Das macht die Sache so spannend“, äußerte sich Boris Büchler, der sich schon jetzt auf „sein Heimspiel“ freut.

(Text und Foto: Ulrike Preis)