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Geringer Eingriff für den Bau des Windrades im Stadtwald PDF Drucken E-Mail

Wbg. Stadtrat Waldbegehung 2016.1 v1Westerburger Stadtrat machte sich vor Ort ein Bild

Zur jährlichen Waldbegehung traf sich der Westerburger Stadtrat gemeinsam mit Revierförster Thomas Schwerhoff am Roten Kopf an der Stelle, an der künftig ein zusätzliches Windrad gebaut werden soll (ein weiteres Windrad soll auf dem Gebiet der Gemeinde Kölbingen errichtet werden). Vor Ort erläuterte Revierförster Thomas Schwerhoff die notwendigen Eingriffe und zeigte die ausgewiesene Stelle.

Der Waldbestand, der für die neue Windkraftanlage gefällt werden müsste, ist forstwirtschaftlich von geringer Bedeutung, so der Förster. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um einen sehr jungen Baumbestand, der für die Forstwirtschaft nicht von großem Belang sei, erläuterte Schwerhoff. Die Eingriffe für den Bau dieser Windkraftanlage sind auch deshalb nicht groß, da die bereits vorhandene Infrastruktur, die zum Bau der schon drei bestehenden Windkraftanlagen hergerichtet wurde, komplett genutzt werden kann. Neben der schon bereits errichteten Zufahrtsstraße brauchen auch für die Montage des Windrades keine weiteren Schneisen mehr geschlagen werden.

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Stadtbürgermeister Ralf Seekatz erläuterte in diesem Zusammenhang, dass leider auch einige Fehlinformationen derzeit verbreitet werden. So war es nie Gegenstand einer öffentlichen Planung, dass acht Windräder aufgestellt werden sollen.“ Sicherlich wollten die Investoren möglichst viele Windräder errichten, aber mehr als die derzeit geplanten fünf Windräder sind nicht möglich“, so Seekatz. Die Windenergiezone "Roter Kopf" weist derzeit eine Fläche von 24 Hektar aus, auf der sich derzeit die drei Windenergieanlagen befinden. Sollte der Verbandsgemeinderat der Erweiterung dieser Windenergiezone zustimmen, käme der Rote Kopf auf eine Gesamtgröße von ca. 60 Hektar.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass sich die tatsächliche notwendige Entfernung einer Windkraftanlage von der Bebauung aus einem Lärmschutzgutachten ergeben wird. In diesem Gutachten wird geprüft, ob  an den nächst gelegenen Wohnhäusern die gesetzlichen Lärmgrenzwerte eingehalten werden. Sollten diese gesetzlichen Werte überschritten werden, ist entweder der Abstand entsprechend anzupassen, oder die Anlagen können dann eben nicht gebaut werden.

Seitens des Stadtrates wird weiterhin angestrebt, die zusätzliche Anlage zu bauen. „Wir müssen auch einmal bedenken, was wir mit dem Geld aus den Einnahmen der Windkraft bisher alles für unsere Bürger leisten konnten“, äußerten sich einige Ratsmitglieder. Zu nennen ist hier beispielsweise die Generalsanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Gershasen. „Ebenso könnten wir den Ausbau vieler Westerburger Straßen nicht stemmen, wenn nicht die Einnahmen aus der Windkraft zur Verfügung stünden“, so Stadtbürgermeister Seekatz. „Wir sind uns alle darüber einig, dass wir die Belastungen für die Anwohner minimieren müssen und dass auch das Naherholungsgebiet für unsere Bürger erhalten werden muss. Das KO-Kriterium müssen wir jedoch auch immer wieder anführen, dass, wenn wir die Anlagen nicht gebaut hätten, ein Privatinvestor auf dem direkt angrenzenden, bereits verkauften ehemaligen Munitionsdepot diese Anlagen dann gebaut hätte. Dann hätten wir sie auch dort stehen, die Einnahmen würden jedoch in eine private Kasse fließen“, sagte der Stadtbürgermeister abschließend.

Im Anschluss an die Besichtigung am "Roten Kopf" wurden dann mögliche Erweiterungsflächen am Waldfriedhof besichtigt. Derzeit ist es geplant, in Richtung Schützenhaus eine Fläche von rund 1 Hektar dem Waldfriedhof zuzuschlagen.