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Die medizinische Versorgung in Westerburg liegt Stadt und Verbandsgemeinde am Herzen

Stadtbürgermeister Janick Pape sprach in der jüngsten Stadtratssitzung auch die aktuelle medizinischen Versorgung anWbg Jugendzentrum MVZ geplant 01 2020.1
 
Durch den Weggang zweier Ärztinnen aus dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) habe sich in Westerburg die Lage in den letzten Monaten verschärft. Das MVZ sei weiterhin existent, an einer Nachbesetzung werde seitens des Trägers intensiv gearbeitet. Wie Pape weiter erläuterte, gestalte sich eine Nachbesetzung allerdings schwierig. Hinzu komme, dass nach Ansicht der kassenärztlichen Vereinigung ein Versorgungsgrad von 95 Prozent besteht, wodurch das Gebiet des Mittelbereiches Westerburg/Hachenburg/Bad Marienberg/Rennerod aus dem Fördergebiet fällt.
„Somit fallen Zuschüsse von mehreren Zehntausend Euro für jeden neu angesiedelten Arzt, die uns ursprünglich seitens der KV zugesagt worden waren, weg“, so Pape. Dass ein Drittel der Ärzte in der VG Westerburg über 60 Jahre alt sind, fällt dabei anscheinend nicht ins Gewicht. Stadt und Verbandsgemeinde Westerburg arbeiten mit Hochdruck an einer Verbesserung der Situation. Die ausfallenden Fördergelder werden beispielsweise durch die Verbandsgemeinde aufgefangen, die ihre ursprünglich geplanten Förderungen dadurch nochmals maßgeblich aufstockt.

Wbg Jugendzentrum MVZ geplant 01 2020.1

Stadt und Verbandsgemeinde Westerburg befinden sich in Gesprächen mit einem möglichen Investor, der ein Medizinisches Versorgungszentrum in Westerburg errichten möchte. Ins Auge gefasst wurde das ehemalige Verwaltungsgebäude in der Neustraße, in dem sich heute das Jugendzentrum der VG Westerburg befindet.


„Dabei dürfen wir uns aber nicht in einen ruinösen Überbietungswettbewerb zwischen den Kommunen treiben lassen. Die Etablierung eines Transfermarktes für Hausärzte können wir uns angesichts der angespannten Haushaltslage unserer Stadt nicht leisten“, betonte Pape.
Als langfristige Maßnahme werde verstärkt an Westerwälder Gymnasien für Medizinstudiengänge geworben. So werden beispielsweise Stipendien bereitgestellt, wenn sich Medizinstudenten dazu verpflichten, sich nach Abschluss des Studiums in der Region niederzulassen. Auch das Standortmarketing werde in diesem Bereich intensiviert, um den Standort Westerburg bei Absolventen bekannt zu machen. „Mittlerweile haben VG-Bürgermeister Markus Hof und ich mit fast allen Hausärzten und Praxisbetreibern der Umgebung gesprochen und die einzelnen Hintergründe und Interessenlagen sondiert. Durch diese umfangreichen Bemühungen der vergangenen Monate kann die Schließung einer Praxis in Westerburg voraussichtlich im letzten Moment verhindert werden, freute sich Pape über die gute Nachricht.
Weitere Gespräche seien geplant. Wie Pape weiter mittteilte, habe kürzlich ein weiteres Gespräch mit einem möglichen Investor für das MVZ stattgefunden. Diese habe aktuell noch rechtliche Fragen zu prüfen, stehe aber in den Startlöchern, ein MVZ mit eventuell angeschlossenem Betreuten Wohnen zu errichten. „Der bevorzugte Platz seitens des Investors ist nach wie vor das ehemalige Verbandgemeindeverwaltungsgebäude in der Neustraße. Das Gebäude wird nach der Einigung mit dem Investor abgerissen. Entsprechende Mittel sieht der VG Haushalt vor.  
 
 

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