Weihnachts-Grußwort des Bürgermeisters

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das Jahr 2020 neigt sich dem Ende und wir blicken auf Monate zurück, die so ganz anders waren, als wir sie mit hoffnungsvollem Blick am Ende des vergangenen Jahres geplant und erwartet hatten. Die Entwicklungen des auf- und abschwellenden Pandemiegeschehens warfen unser gewohntes Leben gehörig aus der Bahn und brachten es mehrfach auch zum Stillstand. Alltägliches

und über viele Jahre Erprobtes wurde durch immer neue Herausforderungen und Ungewissheiten ersetzt und über allem steht bei uns allen weiterhin die Sorge um die eigene Gesundheit und das Wohlergehen der Familie, der Freunde und Bekannten.

Viele Termine, auf die wir uns gefreut haben und auf die wir nun am Jahresende gerne zurückgeschaut hätten, konnten in diesem Jahr nicht stattfinden. Ebenso kamen viele kulturelle und sportliche Angebote, die wir an unserem Leben so schätzen, zum Erliegen. Vieles von dem, was uns bisher als selbstverständlich vorgekommen ist, haben wir in diesem Jahr schmerzlich vermisst und in der Rückschau ganz neu schätzen gelernt. Wir haben aber auch unseren Erfindungsreichtum neu entdeckt und können dabei auf viele einfallsreiche Aktionen in unserer Stadt stolz sein. So fand beispielsweise am Kirmessonntag ein Platzkonzert zu beiden Seiten des Schafbaches statt, der Kirmesmarkt konnte mit ausgefeiltem Hygienekonzept auf der Hofwiese durchgeführt werden, ebenso einige Wochen später der Wäller-Pop-up Park mit Karussells und Fahrgeschäften. Die Seniorenfeier konnte in diesem Jahr ebenfalls nicht stattfinden, dafür wurden von vielen fleißigen Helfern Pakete gepackt und ausgeteilt. Das Konzept für den diesjährigen Pfefferkuchenmarkt wurde ganze dreimal neu aufgestellt, bevor dann auch die kleinste Ausführung vor dem Hintergrund steigender Inzidenzwerte nicht mehr zu verantworten war. Stattdessen schmücken nun viele kleine Lichter die Straßen unserer Stadt. Lichter, die die Blicke auf sich ziehen, für ein schönes Ambiente sorgen, unsere Herzen ein wenig wärmen und uns festlich einstimmen sollen.

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Bei allen Schwierigkeiten, mit denen das zurückliegende Jahr behaftet war, so haben wir in Westerburg und seinen Stadtteilen doch einiges zum Guten hin verbessern und zukunftsweisende Projekte voranbringen können. Die Planungen für den dritten Bauabschnitt der Oberstadtsanierung konnten weiter vorangetrieben werden, sodass dieser im kommenden Jahr begonnen werden kann. Im Sommer erreichte Westerburg die besonders für die Sportlerinnen und Sportler erfreuliche Nachricht, dass das Westerwald-Stadion 2021 nun doch zum Kunstrasenplatz ausgebaut werden kann. Im kommenden Jahr wird auch der Rewe XL seine Pforten öffnen und dazu beitragen, das Stadtzentrum weiter attraktiv zu halten, sowie die Nahversorgung fußläufig sicherzustellen. Ebenso ist der zweite Ausbauabschnitt des Gemündener Tors und der Tiergarten- und Günther-Koch-Straße beschlossen und in Planung. Die Umsetzung ist für das kommende Jahr vorgesehen, ebenso die Ausführung der Sanierungsarbeiten an der Schafbachbrücke. Neben den vielen Vorarbeiten zu diesen Projekten konnten kleinere in diesem Jahr bereits realisiert werden, so zum Beispiel die Befestigung des Friedhofsparkplatzes an der Hub sowie die Sanierung des Kälberborns an der Neustraße.

Die vielfältigen Aufgaben, die im vergangenen Jahr bewältigt wurden, aber auch die Aufgaben, die vor uns liegen, werden in der Stadt durch aktive ehrenamtliche Kommunalpolitiker in den entsprechenden Gremien vorangetrieben und durchgeführt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die geleistete Arbeit! Ich bin froh, dass wir in Westerburg eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit über alle Fraktionsgrenzen hinaus haben – dies zeigt sich besonders in solch turbulenten Zeiten wie den heutigen. Hier fordert auch die aktuelle Unklarheit hinsichtlich der Kommunalfinanzen den Gremien eine besondere Disziplin ab. Dennoch ist es wichtig, Investitionsmaßnahmen anzugehen. Verantwortungsvoll und mit Maß, aber stets an einer Weiterentwicklung unserer Stadt orientiert, damit uns Westerburg weiterhin als liebenswertes Mittelzentrum im Herzen des Westerwaldes erhalten bleibt.

Abschließend bedanke ich mich bei allen, die sich ehrenamtlich im vergangenen Jahr für die Stadt Westerburg, das Gemeinwesen und in den vielen Vereinen engagiert haben. Diese vielen Ehrenamtlichen sorgen unermüdlich dafür, dass unsere Heimatstadt lebendig bleibt und wir uns hier so wohlfühlen können. In diesem Jahr waren auch sie von besonderen Herausforderungen betroffen. Es ist schön zu sehen, dass es viele Mitmenschen gibt, die sich auch in Zeiten, in denen soziale Kontakte und Treffen in größerer Runde nicht möglich sind, um das Fortbestehen unserer Vereine kümmern und unermüdlich daran arbeiten, dass das gesellschaftliche Leben nach dem Ende der Pandemie wieder weitergehen kann. Stolz können wir dabei auch auf viele unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger sein, die besonders im Frühjahr beherzt ehrenamtlich Hilfe geleistet haben und die schwere Zeit für Hilfebedürftige ertragbar gestaltet haben. Zuletzt möchte ich allen, die im medizinischen Bereich, den Forschungseinrichtungen und dem öffentlichen Dienst an der Bewältigung der Krise arbeiten und gearbeitet haben, an dieser Stelle unseren aufrichtigsten Dank und unsere allerhöchste Anerkennung aussprechen.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest. Es wird wie so vieles in diesem Jahr stiller sein und nicht mit den großen Feierlichkeiten, den ausgiebigen Besuchen bei Verwandten und beschwingten Zusammenkünften im Freundeskreis einhergehen. Vielleicht lässt sich das ein oder andere davon im neuen Jahr nachholen.
Unsere Gastronomen würden sich dann sicherlich über unsere Unterstützung freuen. Als Weihnachtsgeschenke bieten sich daher in diesem Jahr Gutscheine der örtlichen Lokale, Dienstleister und Einzelhändler an, die eine Hilfe dafür sein können, dass sie die erneuten Schließungen überdauern. Die Gutscheine sind aber auch ein Stück Vorfreude auf die Zeit, nachdem wir dieser Krise gemeinsam überstanden haben.

In diesem Jahr werden wir aber sicherlich eher besinnliche, denn fröhliche Weihnachten erleben. Diese Disziplin und diese Anstrengung müssen wir für unser aller Gesundheit und die unserer Mitmenschen auf uns nehmen. Wir sind es aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im medizinischen Bereich schuldig, die tagtäglich mit dem Virus um Menschenleben ringen. Auf dem kommenden Jahr 2021 liegt nun unser hoffnungsvoller Blick. Gehen wir es gemeinsam voll Zuversicht an! Ich wünsche Ihnen ein friedliches, freudvolles und vor allem gesundes neues Jahr 2021!

Ihr
Janick Pape
Stadtbürgermeister


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